Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Vergleich zweier Methoden zur Bestimmung der Endothelzelldichte bei organkultivierten Corneatransplantaten

Langer C., Bredehorn T., Duncker G. I. W., Wilhelm F.

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg, Magdeburger Str. 8, 06112 Halle

Hintergrund: Ziel dieser Untersuchung war es, die mit dem KeratoAnalyzer Eye Bank Specular Microscope, einem Auflichtmikroskop Firma Konan mit computergestützter Datenauswertung, ermittelten Endothelzelldichten mit den über ein Phasenkontrastmikroskop ermittelten Endothelzelldichten zu vergleichen.
Methoden: In 64 Messungen an 29 Corneatransplantate wurden die Endothelzelldichten durch Erstellen eines Photos über das Phasenkontrastmikroskop und anschließenden Auszählen der Zellen in einem festgelegten Areal. Diese Methode ist die Standardmethode zur Endothelzelldichtenbestimmung in der Mitteldeutschen Corneabank Halle. Unmittelbar im Anschluß daran wurden die Endothelzelldichte der Corneatransplantate mit dem KeratoAnalyzer untersucht. Die so ermittelten Endothelzelldichten wurden einander gegenübergestellt.
Ergebnisse: Die Abweichung zwischen den beiden Methoden betrug im Mittel rund 18%. Teilt man die Daten anhand der durch den KertoAnalyzer zur Berechnung berücksichtigten Zellzahlen in zwei Gruppen auf, so findet man bei 20 oder mehr ausgewerten Zellen (33 Meßwerte) eine deutlich bessere Korrelation (p<0.05).der ermittelten Endothelzelldichten als bei weniger als 20 ausgewerteten Zellen (31 Meßwerte).
Schlußfolgerungen: Bei der Bestimmung der Endothelzelldichte mit dem KeratoAnalyzer sollte angestrebt werden, daß zur computergestützten Berechnung 20 oder mehr Zellen herangezogen werden können. Dies war nur bei der Hälfte der Messungen möglich. Ursache dafür könnte sein, daß der KeratoAnalyser zur Endothelzelldichtenbestimmung Optisolkonservierter Corneatransplantate entwickelt wurde. Bei weniger als 20 ausgewerteten Zellen ist eine größere Abweichung der gemessenen Werte von der tatsächlichen Endothelzelldichte zu erwarten. Ein deutlicher Vorteil des KeratoAnalyzers ist die differenzierte Auswertung der Zellmorphologie, die bei einem manuellen Zählverfahren nur sehr begrenzt möglich ist.




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