Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Translokation von Irispigmentepithelzellen in den Subretinalraum: Langzeitergebnisse

1Lappas A., 2Foerster A. M. H., 1Weinberger A. W. A., 1Schrage N., 2Kirchhof B.

1Augenklinik der RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, 52057 Aachen; 2Augenklinik der Universität zu Köln

Einleitung: Eine mögliche Therapie der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) stellt die Translokation von autologen Irispigmentpithelzellen nach chirurgischer Exzision des choroidalen neovaskulären Gewebes (CNV) dar. In dieser Studie werden die funktionellen Langzeitergebnisse ein Jahr nach dem Eingriff demonstriert.
Methoden: 56 Patienten mit subfovealer CNV bei AMD wurden operiert und ausgewertet. 47 Patienten hatten eine okkulte, neun eine klassische CNV, die nach den Kriterien der Macular Photocoagulation Study Group nicht einer Laserkoagulation zugänglich war. Die Patienten wurden mit einer pars plana Vitrektomie, Iridektomie, Membranextraktion und Irispigmentepithelinjektion behandelt und über einen Zeitraum von einem Jahr nachuntersucht. Die Ergebnisse der klinischen Visusprüfung (ETDRS-Visus), Fundusdokumentation, SLO Mikroperimetrie und der fluoreszenzangiographischen Befunde wurden ausgewertet.
Ergebnisse: Bei allen Patienten konnte die CNV vor der Zellinjektion extrahiert werden. Der mittlere präoperative Visus bei klassischen (1,1+/-0,2 logMAR Einheiten) und okkulten Membranen (1,0+/-0,3 logMAR Einheiten) zeigte postoperativ nach einem Jahr keine signifikante Änderung (klassisch: 1,1+/-0,3 logMAR Einheiten; okkult: 1,0+/-0,3 logMAR Einheiten). Bei der Auswertung der Visuswerte wurden postoperative Änderungen von mehr als zwei Visusstufen als signifikant definiert. Fluoreszenzangiographisch fand sich postoperativ eine hyperfluoreszente trockene Narbe bei den meisten Patienten, bei zehn mit okkulter CNV entwickelte sich jedoch ein Rezidiv. Bei 44% der Patienten konnte eine Fixation innerhalb des chirurgischen Defektes dokumentiert werden.
Schlußfolgerungen: Bei allen Patienten konnte die Operationsprozedur erfolgreich durchgeführt werden. Der Visus wies nach einem Jahr einen stabilen Wert auf. Weitere klinische Untersuchungen dieses Operationsverfahrens sollten die Stabilität des Ergebnisses im Langzeitverlauf dokumentieren.




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