Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Ergebnisse nach Pars-plana-Vitrektomie bei Linsenfragmentenluxation in den Glaskörperraum während Phakoemulsifikation

Lazar M., Koop G., Walter O., Pavlovic S.

Zentrum für Augenheilkunde Gießen, Friedrichstraße 18, 35390 Gießen

Einleitung: Der Verlust von Linsenfragmenten in den Glaskörperraum während Phakoemulsifikation ist eine seltene, aber ernsthafte intraoperative Komplikation. Diese Studie möchte die Ergebnisse nach Pars-plana- Vitrektomie zur Linsenrestentfernung darstellen.
Methode: Es wurde eine retrospektive Studie an 19 Augen von 19 Patienten, die eine Pars-plana-Vitrektomie wegen Luxation der Linsenanteile in den Glaskörper während Phakoemulsifikation im Zeitraum 1993 bis 2001 in der Augenklinik Giessen erhalten hatten, durchgeführt. Bei diesen Patienten wurden prä- und postoperativ der Visus, die Augeninnendruckwerte, der Vorderkammerreiz sowie der Hornhaut- und Hintersegmentstatus erhoben. Der Abstand zwischen Phakoemulsifikation und Pars-plana-Vitrektomie wurde dokumentiert.
Ergebnisse: 13 der 19 Patienten erhielten in dem erwähnten Zeitraum von 1993-2001 in der Augenklinik Giessen eine Phakoemulsifikation; das entspricht einer Inzidenz der Linsenfragmentenluxation in den Glaskörperraum während Phakoemulsifikation von 0,1%. Die anderen Patienten wurden vom Augenarzt zugewiesen. 9 Augen erhielten eine Pars-plana-Vitrektomie als primäre Versorgung sofort im Anschluß an die Phakoemulsifikation, 7 Augen innerhalb einer Woche nach Phakoemulsifikation, 3 Augen später als 1 Woche. Von den Augen, die keine Pars-plana-Vitrektomie als Primärversorgung erhielten, hatten im Zeitraum zwischen Phakoemulsifikation und Pars-plana-Vitrektomie 7 Augen einen Druckanstieg, 9 Augen eine Uveitis, 10 Augen ein Hornhautödem. Eine Netzhautablösung wurde bei keinem der Augen diagnostiziert. Die Beobachtungszeit betrug im Durchschnitt 3,5 Jahre. Postoperativ traten keine schweren Komplikationen auf. Logarithmisch gemittelt zeigte sich eine Verbesserung des Visus im Vergleich zur Sehschärfe vor Kataraktoperation von 0,25 auf 0,5.
Schlußfolgerung: Ernsthafte postoperative Komplikationen traten bei unseren Patienten nicht auf. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied im postoperativen Visus in Abhängigkeit vom zeitlichen Abstand Phakoemulsifikation zur Pars-plana-Vitrektomie.




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