Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Multifokales ERG mit schnellem Musterwechsel bei glaukomatösen Gesichtsfeldausfällen

Lindenberg T., Horn F., Rühl S., Korth M.

Augenklinik mit Poliklinik der Friedrich-Alexander-Univ. Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen

Hintergrund: Musterwechsel-ERGs mit großflächigem Stimulus werden in der Glaukomdiagnostik vielfach eingesetzt. Ziel dieser Untersuchung war die Detektion lokaler glaukomatöser Gesichtsfeldausfälle im multifokalen steady-state Musterwechsel-ERG.
Methode: 15 Patienten (28 Augen) mit fortgeschrittenen glaukomatösen Gesichtsfeldausfällen in der statischen Perimetrie wurden untersucht. Ableitung der ERGs mit dem RETIscan-System (RolandConsult) und DTLElektroden. Stimulus: Schachbrett-Musterwechsel (17,5 Wechsel/s) in 19 bzw. 37 Segmenten à 12 Quadraten, Kontrast > 98%, Sweeplänge 171 ms. Um Streulichteffekte zu minimieren, wurde eine einheitliche Segmentgröße gewählt. Ausgewertet wurden die Amplituden der ersten Antwort, sowie die FFT über 3 Wechsel. Hierzu wurde jeweils über mehrere Segmente in Arealen mit lokalem Gesichtsfelddefekt (MD >15) der Mittelwert aus den gemessenen Amplituden gebildet und durch den Amplitudenmittelwert in adäquaten Bereichen (gleiche Fläche, gleicher Abstand zur Fovea) ohne Defekt geteilt. Bei diffusen einseitigen Empfindlichkeitsminderungen (MD>10) wurde der Amplitudenmittelwert über die geamte Messfläche (Durchmesser 60°) gebildet und entsprechend durch den Mittelwert des anderen - gesunden - Auges geteilt.
Ergebnis: Im intraokularen Vergleich (Amplitudenmittelung lokal) ergab der Quotient im Mittel 0,97; im interokularen Vergleich (Amplitudenmittelung global) betrug er 0,85. Im Vergleich paariger Daten - sowohl intra- als auch interokular - ergab sich keine Signifikanz (p > 0,05).
Schlußfolgerungen: Es zeichnet sich ab, dass ein multifokaler steadystate Musterwechsel nicht geeignet ist, lokale glaukomatöse Gesichtsfelddefekte zu detektieren. unterstützt durch die DFG (SFB 539)




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