Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Gefäßmuster und Faktor VIII-Reaktion beim malignen Aderhautmelanom: prognostische Wertigkeit bei 100 Augen

1Loeffler K. U., 2McLean I. W.

1Universitäts-Augenklinik, Bonn, Deutschland; 2Division of Ophthalmic Pathology, AFIP, Washington, DC, USA

Einführung: PAS-positive Gefäßmuster (GM) (Folberg et al.) sind von signifikanter Bedeutung für die Prognose beim Aderhautmelanom. Wir haben 100 Tumoren von Patienten mit bekannter Überlebenszeit im Hinblick auf die Häufigkeit bestimmter Gefäßmuster und ihre gegenseitige Beziehung sowie ihre Reaktion mit Faktor VIII (F8) untersucht.
Methode: Untersucht wurden Tumoren von 100 Patienten; 49 waren an Metastasen verstorben, die übrigen 51 hatten zumindest 9 Jahre ohne Metastasen überlebt. Ein Paraffinschnitt von jedem Tumor wurde gebleicht und mit PAS ohne Hämatoxylin und F8 gefärbt. Untersucht wurden die Art, Ausprägung und Lokalisation der vorhandenen GM sowie deren Reaktionsintensität (RI) mit F8 und das Gesamtausmaß der Vaskularisation. Außerdem wurde die Hierarchie innerhalb der geraden und gebogenen GM berücksichtigt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Kontingenztafeln und sowie uni- und multivariater Cox-Regression.
Ergebnisse: 99 Präparate konnten ausgewertet werden. Während Gefäßbögen (GB) mit einer guten Prognose korrelierten, zeigten parallele GM mit Kreuzungen, GB mit Aufzweigungen, Schlingen und Netzwerke alle eine Assoziation mit einer begrenzten Überlebenszeit. Die Analyse des dominierenden GMs war statistisch hoch signifikant mit der Prognose assoziiert (X2 = 32.8, Df = 7, p <0.0001). Bei normalen Gefäßen, geraden oder gebogenen GM war die Prognose gut, beim Überwiegen von Gefässbögen mit Aufzweigungen, isolierten Gefäßschlingen oder Netzwerken schlecht. F8-RI und sowie das Ausmaß des dominierenden GMs wiesen keine statistisch signifkante Assoziation mit dem Überleben der Patienten auf (p > 0.05). Das komplexeste GM innerhalb der gebogenen Hierarchie zeigte die beste Korrelation (X2 = 30.0), gefolgt von Netzwerken (X2 = 27.2).
Diskussion: Unsere Untersuchung bestätigt, daß Netzwerke beim Aderhautmelanom auf eine schlechte Prognose hinweisen. Allerdings ist das Vorhandensein von Schlingen oder Netzwerken und das vielschichtigste GM innerhalb der gebogenen Hierarchie ebenso aussagekräftig. Das komplexeste GM muß jedoch nicht dominieren, und seine Signifikanz zeigt auch keinerlei Zusammenhang zu F8. Unterstützt von Aktion Kampf der Erblindung.




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