Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Laser epitheliale Keratomileusis (LASEK) - Erfahrungen mit einem neuartigen refraktiv-chirurgischen Verfahren zur Myopiekorrektur

Lohmann C. P., Winkler v. Mohrenfels C., Gabler B., Müller M., Herrmann W.

Augenklinik der Universität Regensburg

Hintergrund: Die refraktive Hornhautchirurgie unterliegt ständiger Innovation. Gegenwärtig wird zur Korrektur moderater bis mittelhoher Myopien vor allem der Excimerlaser im Rahmen der Photorefraktiven Keratektomie (PRK) und der Laser in situ Keratomileusis (LASIK) verwendet. Ein neuartiges laserchirurgisches Verfahren ist die LASEK, wo ein rein epithelialer Flap erzeugt wird. Die Methode könnte die Nachteile von PRK (Schmerzen, Haze, langsame Visusrehabilitation) und LASIK (Flap- und Interfaceprobleme, Keratektasien) eliminieren und deren Vorteile kombinieren.
Patienten und Methode: Wir führten die LASEK bei bisher 45 Patienten (65 Augen) durch, das maximale Follow-up beträgt 12 Monate. Behandelt wurden Augen mit einer Refraktion von -1,5 bis -12,0 D sphärisch und bis 2,0 D zylindrisch. Bei der LASEK wird nach Microtrepanation (70 µm tief) und Applikation von 20% Alkohol (20 sec) ein epithelialer Flap geschaffen, welcher nach Laserablation wieder zurückgeklappt wird. Eine therapeu-tische Kontaktlinse schützt den Flap für die ersten 2 Tage nach OP.
Ergebnisse: Die Präparation des epithelialen Flaps gelang außer bei einem Auge komplikationslos. Es trat meist nur ein geringer postoperativer Schmerz auf. Die erzielte sphärische Refraktion wich nach 12 Monaten im Mittel um 0,25 D von der angestrebten Korrektur ab; innerhalb von ±1D lagen alle Augen, innerhalb von ±0,5D 75%. Der Restastigmatismus betrug 0,4 D. Bei einem Auge kam es am ersten postoperativen Tag zum Flapverlust. Ein "corneal haze" wurde mit Ausnahme des Auges mit Flapverlust nicht beobachtet. Beim bestkorrigierten Visus wurde einmal 1 Linie verloren, alle anderen Augen blieben unverändert oder gewannen 1 Linie.
Diskussion: Mit LASEK ist ein sichere und präzise Myopiekorrektur bei nur geringen Schmerzen und i.d.R. ohne Haze möglich. Ein stromaler Schnitt mit dauerhafter Schwächung der kornealen Stabilität ist dabei nicht erforderlich. Infolge der Suppression der stromal/epithelialen Wundheilung durch den epithelialen Flap und infolge der oberflächlichen Ablation scheint LASEK auch für höhere Myopien gut geeignet.




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