Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Optische Grundlagen der gegenwärtigen Konzepte zur Wiederherstellung von Akkommodation

Ludwig K.

Augenklinik, Klinikum Innenstadt, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Die Naheinstellungsfähigkeit des Auges ergibt sich grundsätzlich aus der Kombination echter Verformungeffekte der natürlichen Linse mit natürlichen pseudoakkommodativen Effekten. In der Presbyopie bleiben nur diese pseudoakkommodativen Effekte erhalten. Sie betragen, bei hoher individueller Variabilität, meist zwischen 0,5 und 2 Dioptrien. Die gegenwärtigen Konzepte zur Wiederherstellung von echter Akkommodation bei presbyopen Augen lassen sich in zwei Gruppen untergliedern: Konzepte, die der natürlichen Linse wieder eine vermehrte Verformbarkeit ermöglichen sollen, und Konzepte, die auf dem Ersatz der natürlichen Linse durch künstliche intraokulare Linsen mit vermehrter plastischer Verformbarkeit oder erhöhter Lageverschieblichkeit beruhen. Die heutigen Ansätze, der natürlichen Linse wieder zu erhöhter Verformbarkeit zurückzuverhelfen, wollen durch eine Aufdehnung der Sklera die Vorspannung des Zonulaapparats erhöhen. Im Fall der skleralen Expansion (SE) kann als gesichert gelten, dass keine echte Akkommodation stattfindet. Ihr Effekt, soweit vorhanden, muss folglich pseudoakkommodativ sein, entweder durch Erzeugung erhöhter lentogener oder kornealer Multifokalität. Falls die anteriore ciliare Sklerostomie (ACS) eine Erhöhung echter Akkommodation bewirken sollte, würde diese optisch auf dem Weg der natürlichen Linsenverformung beruhen. Falls nicht, sind die gleichen pseudoakkommodative Mechanismen wie bei der SE zu vermuten. Auch Ansätze, die natürliche Linse gegen eine plastisch verformbare Linse zu ersetzen, verändern konzeptuell das optische System des Auges nicht. Die Implantation von lageveränderlichen Intraokularlinsen, nach Entfernen der natürlichen Linse, benutzt dagegen einen anderen Mechanismus der Akkommdation, der im natürlichen Auge und bei jedem normalen Pseudophakos vorhanden ist, dort aber mit einem Effekt von unter 0,5 D eine untergeordnete Bedeutung besitzt. Für eine hinreichende echte Nahakkommodation ist von einer "akkommodativen" IOL eine Fähigkeit zur axialen Vorverlagerung um ca. 2 mm zu fordern. Ob dies in der Realität zu erreichen ist, ist derzeit noch nicht endgültig zu beurteilen.




DOG HomepageZurück / Back