Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Diagnostik und Kontrolle des nicht-diabetischen Makulaödems mit Hilfe der Optischen Kohärenz-Tomographie (OCT)

Mantel A. E., Göbel W.

Universitäts-Augenklinik, Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg

Einleitung: Eine objektive und quantitative Verlaufskontrolle von Makulaödemen ist mit bisherigen Methoden nur eingeschränkt möglich. Die Angiographie zeigt das Vorhandensein eines Makulaödems, gibt aber nur semiquantitativ Auskunft über seine Ausprägung und ist als invasive Untersuchung nicht beliebig häufig wiederholbar. Wir haben daher untersucht, inwieweit das OCT als nicht-invasive Methode zur Diagnostik und Verlaufskontrolle von Makulaödemen geeignet ist.
Methoden: Wir haben retrospektiv 99 Augen mit nicht-diabetischem Makulaödem in Bezug auf Diagnose, Netzhautdicke im OCT, Angiographiebefund sowie Visus evaluiert.
Ergebnisse: Der Befund eines Makulaödems korreliert zwischen OCT und Angiographie in 53 von 55 Fällen (96%). Die foveale Netzhautdicke beträgt für alle Patienten im Mittel 401±166 µm, bei Zentralvenen- bzw. Venenastverschluß 425±206 µm (36 Augen), bei Irvine-Gass 351±123 µm (17 Augen), bei epiretinaler Gliose 374±129 µm (24 Augen) und bei Uveitis 428±131 µm (14 Augen). Der Visus beträgt im Mittel 0,27. Zwischen gemessener Netzhautdicke und Visus ergibt sich keine eindeutige Korrelation. Bei Kontrolluntersuchungen (51 Augen) zeigt sich eine statistisch signifikante (p=0,0004) Abnahme der mittleren Netzhautdicke von 422 µm auf 338 µm innerhalb von durchschnittlich 21,1 Tagen und ein statistisch signifikanter Visusanstieg (p=0,03) von 0,28 auf 0,34.
Schlußfolgerung: Die optische Kohärenz-Tomographie kann ein Makulaödem nicht-invasiv nachweisen und somit ggf. eine Angiographie als invasive Methode ersetzen. Der Rückgang eines Makulaödems im Rahmen der Therapie- und Verlaufskontrolle kann mittels OCT objektiv und untersucherunabhängig dokumentiert werden.




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