Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



GLC1A-Genmutations-Screening in einer heterogenen Glaukompoupulation: Phänotyp-genotyp Korrelationen im Erlanger Glaukomregister

1Mardin C., 1Jünemann A., 1Bergua A., 2Rautenstrauss B., 2Michels-Rautenstrauss K.

1Universitätsaugenklinik mit Poliklinik Erlangen, Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen 2Institut für Humangenetik Erlangen, Schwabachanlage 4, 91054 Erlangen

Ziel: In familiären und sporadischen Fällen sind zahlreiche GLC1A-Mutationen im ‚trabecular meshwork inducible glucocorticoid response' (TIGR) Gen, Synonym Myocilin (MYOC) bekannt, welche mit frühen, iuvenilen und - späteren Verläufen eines primären Offenwinkelglaukoms (pOWG) assoziiert sind. Ziel war es die genotyp-phänotyp Korrelation als Ergebnis eines MYOC/TIGR-Genmutations- Screenings zu untersuchen.
Methoden: Prospektiv wurden 395 sporadische Patienten des Erlanger Glaukomregisters mit Glaukomverdacht und manifestem Offenwinkelglaukom konsekutiv zwischen 1997-1999 spaltlampenbiomikroskopisch, gonioskopisch, perimetrisch, tonometrisch und papillenmorphometrisch untersucht. 10 bis 15 ml EDTA-Blut wurde zur DNA-Extraktion nach vorheriger Einverständnis gewonnen. Eine MYOC/TIGR-SSCP- und Sequenzierungsanalyse wurde durchgeführt.
Ergebnisse: 4,1% (n=16) der Patienten zeigten eine Mis/Nonsense-Mutation. Die Familienanamnese für Glaukom (FfG) war bei Mutations(+) zu 4,7%, bei Mutations(-) zu 3,4% positiv. Die häufigste Mutation war die Gln368Stop (n=7), gefolgt von Arg470Cys (n=4), Asn450Asp (n=2), Val244Asp und Gly434Ser (n=1). Der höchste intraokulare Druck (IOD) und der mittlere Defekt (md) in der Perimetrie waren bei Patienten mit Arg470Cys und Val244Asp-Mutationen tendenziell höher als bei den übrigen Mutationen, die Fläche des neuroretinalen Randsaums geringer (31-47 mmHg zu 25-26 mmHg/ -12-13dB zu 0-2,6dB/ 1,6-2,0mm² zu 0,8- 1,0mm²). In der Diagnosegruppe der perimetrischen Offenwinkelglaukome fanden sich die meisten Mutationen (7,7%), gefolgt von der Gruppe der praeperimetrischen Offenwinkelglaukome (5,3%) und Normaldruckglaukome (4,7%). Die Gln368Stop-Mutation fand sich bei einem Normalen, und Patienten mit Normal- und Hochdruckglaukom. Insgesamt unterschied sich die Gruppe der Glaukompatienten ohne Mutation (n=277) nicht signifikant von der Gruppe mit Mutationen (n=14) bezüglich Fläche des neuroretinalen Randsaums, höchstem IOD und md.
Schlußfolgerung: Nur einige MYOC/TIGR-Mutationen sind mit hohen intraokularen Druckwerten und fortgeschrittenem morphologischen und perimetrischen Glaukomschaden assoziiert. Der direkte Einfluß einer GLC1AMutation bei sporadischen Glaukompatienten muß diskutiert werden. Unterstützt durch SFB 539



DOG HomepageZurück / Back