Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Korrelation von Liquordruck und volumetrischen Messungen der Papille mit der Laser-Scanning-Tomographie bei Pseudotumor cerebri

Mardin C., Jünemann A., Heckmann J.

Universitätsaugenklinik mit Poliklinik Erlangen, Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen

Hintergrund: Ziel war es die Eignung eines laser-tomographischen Verfahrens bei der Verlaufsbeobachtung des Papillenödems zur Kontrolle des Therapieerfolges bei Pseudotumor cerebri (Pc) zu untersuchen.
Methoden: 32 Augen von 16 Patienten mit bilateralem und ein Auge von einem Patienten mit unilateralem Papillenödem bei Pc (4m, 13w; OD 16, OS 17) wurden seit 1997 in unserer Poliklinik wiederholt untersucht. Neben der Anamnese und dem klinisch neurologischen Befund erfolgten Fernvisus, Gesichtsfeld nach Goldmann und Ophthamoskopie. Der Verlauf des Papillenödems wurde mit 15°- Fundusphotos und mit dem Heidelberg Retina Tomographen (Heidelberg Engineering, Dossenheim, Software-Version 2.01) untersucht. Die Reliabilität der Referenzebene und des Randsaumvolumens wurde durch wiederholte Festlegung an fünf Tagen an fünf Papillen bestimmt. Die Papillenbegrenzung wurde anhand des Reflektionsbildes extrapoliert und auf die nachfolgenden Kontrollaufnahmen übertragen. An 15°- bzw. 20°-Aufnahmen wurden die Variablen Randsaumvolumen (RV) und die mittlere Höhe der Konturlinie (MHK) von der Netzhautoberfläche für die gesamte Papille und in vier Sektoren bestimmt. Der Liquordruck wurde jeweils nach den Aufnahmen gemessen (cmH2O).
Ergebnisse: Der Beobachtungszeitraum je Patient war 1-48 Monate. Die Therapie bestand in 17x wh. Liquorentnahme, 15x sys. Azetazolamidgabe, 1x Steroidgabe und 1x lumbo-peritoneale Shuntlage. Die Reliabilität der Referenzebene und des RV betrug 99,9% . Die MHK war im Betrag von der gewählten Referenzebene unabhängig. Die Abweichung der Papillenfläche im Verlauf, durch die wiederholte Übertragung der Konturlinie betrug im Mittel 0,04±0,03mm² (0-0,13mm²). Die Abnahme von RV und MHK korrelierte signifikant zur Abnahme des Liquordrucks (R=0,6; p=0,0001). RV und MHK waren nasal (0,66±0,34mm3 /0,77±0,25mm) am größten, gefolgt vom oberen (0,47±0,25mm3/0,72±0,24mm), unteren (0,46±0,23mm3/0,70±0,22mm) und temporalen (0,24±0,16mm3/0,44±0,30mm) Quadranten.
Schlußfolgerung: Die Verlaufskontrolle des Papillenödems bei Pc mit dem HRT in Korrelation zum Liquordruck ist durch eine exakte Vermessung der Änderung des Randsaumvolumens und der Papillenhöhe mit einer hohen Reliabilität möglich. Unterstützt durch SFB 539




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