Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Trabekulektomie: Vergleich zwischen Intensivierter Postoperativer Nachsorge (IPN) und konventioneller Nachbehandlung. Eine retrospektive Langzeituntersuchung von 177 Operationen.

Marquardt D., Grehn F.

Augenklinik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Untersuchungsziel: Untersuchung der Langzeitergebnisse bei Intensivierter Postoperativer Nachsorge (IPN) gegenüber konventioneller Nachbehandlung bei Trabekulektomien ohne intraoperative Antimetabolitenanwendung.
Methoden: Von 184 Trabekulektomien (174 Patienten), zwischen August 1995 und Dezember 1996 durchgeführt, konnten 177 Trabekulektomien (168 Patienten) mit einer Nachbeobachtungszeit von 4,5 Jahren (Median) retrospektiv analysiert werden. 73 Trabekulektomien (70 Patienten) wurden vom Operateur unter den Bedingungen der IPN nachkontrolliert (Gruppe 1), 104 Trabekulektomien (98 Patienten) von anderen Augenärzten ohne IPN nachbehandelt (Gruppe 2). Vorwiegend in Gruppe 1 wurden zur Kontrolle der postoperativen Wundheilung bei Bedarf angewendet: (1) Erhöhte Applikation lokaler Steroide bei Auftreten von Korkenziehergefäßen, (2) wiederholte Injektion von 5-Fluorouracil (5-FU) postoperativ bei beginnender Sickerkissenvernarbung und/oder (3) Needling und 5-FU-Applikation bei verkapseltem Sickerkissen. Der postoperative IOD wurde bis maximal 21 mmHg und Reduktion von mindestens 20% gegenüber dem behandelten präoperativen IOD als "erfolgreich" gewertet.
Ergebnisse: Der durchschnittliche praeoperative IOD aller 177 Augen betrug 25,7 +/- 4.3 mmHg. Der durchschnittliche postoperative IOD der letzten 3 Untersuchungen war 15,3 +/- 3,3 mmHg. 167 von 177 Augen erfüllten die IODErfolgskriterien ohne oder mit Medikation (94,4%). 69 von 73 Augen (94,5%) von Gruppe 1 und 99 von 104 (95,2%) von Gruppe 2 erfüllten die oben genannten IOD-Erfolgskriterien mit und ohne Medikation. 61 von 69 Augen (83,6%) der Gruppe 1 und 77 von 99 (74,0%) von Gruppe 2 hatten stabile Gesichtsfelder (Aulhorn Kriterien) und stabilen Visus (+/- 1 Zeile). In Gruppe 1 erfüllten 44 von 73 Augen alle Erfolgskriterien ohne Medikation (60,4%), in Gruppe 2 dagegen nur 33 von 104 (31,7%).
Schlußfolgerung: Diese Studie zeigt, dass ein wesentlich höherer Anteil an Operationen den Ziel-IOD ohne Medikation erreicht, wenn Maßnahmen der intensivierten postoperativen Nachsorge zur Kontrolle der Wundheilung durchgeführt werden.




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