Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Aktuelle Risikofaktoren anhand der prospektiven statistischen Auswertung von 2 393 im Computer gespeicherten Datenbögen

Mayer U. M., Hornung D.

Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D 91054 Erlangen

Hintergrund: Mit einem Anteil von 28% stellten die Kinder mit Retinopathia praematurorum 1985 einen beachtlichen Anteil der Sehgeschädigten dar. Um die entsprechende Vorsorge zu erleichtern, legten wir einen Vorsorgebogen an und sparten damit eine beachtliche Anzahl von Untersuchungsterminen ein. Wenn man nur noch Kinder spiegelt, die einen Körner-Bossi-Index von unter 1,0 haben, hat man 56% weniger Kinder anzuschauen. Eine weitere Anzahl von Ophthalmoskopien konnte unterbleiben, wenn man der Beobachtung folgt, daß sich die Retinopathie kaum vor der 34. Woche entwickelt.
Methoden: Den Grundstock unserer Untersuchungen legten 2 304 ausgefüllte Erlanger Prospektivbögen, auf denen die folgenden Risikofaktoren vermerkt waren: Der Sicherheitsfaktor nach Körner-Bossi, die Dauer der Beatmung in Tagen, das Vorkommen eines Atemnotsyndroms, die Persistenz des Ductus arteriosus Botalli, häufige Bluttransfusionen, intracranielle Blutungen, starke Schwankungen des Serumglucosespiegels. Bei unseren 31 Kindern mit RPM im Stadium 1-3 haben wir aufgrund des reichen Materials gleich schwere und gleich alte Kinder ohne RPM herausgesucht und matched pairs gebildet.
Ergebnisse: Für folgende Faktoren ergab sich kein Zusammenhang: Atemnotsyndrome und persistierender D. Botalli. Die Menge des transfundierten Blutes schien neuerdings in keinem Zusammenhang mit dem Auftreten der RPM zu stehen, allerdings waren die Pädiater hier aus Gründen der Infektiosität und der 1993 ausgesprochenen Warnung sehr sparsam vorgegangen. Die Dauer der Beatmung stand in deutlicher Korrelation mit der RPM, noch deutlicher waren es die intra-craniellen Blutungen. Wie bereits 1993 beschrieben, fand sich bei keinem der RPMBabies ein Körner-Bossi-Sicherheitsfaktor von mehr als 1,o, sodaß diese Art der Risikoberechnung an unserer Klinik beibehalten wird. Als neuer Risikofaktor stellten sich eindeutig gehäufte Schwankungen des Serumglukosespiegels heraus.




DOG HomepageZurück / Back