Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Der Tränenfilm bei Hundertwasser

Mertz M.

Augenklinik rechts der Isar der Technischen Universität München, Ismaningerstr. 22, D-81675 München

Hintergrund: Vor einem Jahr starb der Maler Friedensreich Hundertwasser, geboren 1928 in Wien, auf der "Queen Elizabeth". Im Gegensatz zu dem von ihm gewählten Namen (er hieß eigentlich Friedrich Stowasser) waren seine Kindheit und Jugend tränenreich.
Problemstellung: Es war der Frage nachzugehen, ob Spuren dieser Tränen - morphologisch wie symbolisch, versiegend wie überquellend - seine so farbenfroh erscheinenden Werke geprägt haben könnten.
Methodik: Im Hundertwassermuseum zu Wien wurden zunächst stochastisch digitale Filmszenen von den meisten Werken dieser umfangreichen Sammlung aufgenommen. Camcorder: Sony Mini DV Handycam C/´/ 16K DCR-TRV 9E PAL. Die Cutter-Aufgabe orientierte sich dann nicht an der historischen oder ausstellungsbedingten Reihenfolge, sondern am zunehmenden Eindruck des Tränengehalts.
Ergebnis: Der Film führt uns von dürren malerischen Wüsten trockener Augen bis hin zu alles überflutenden Tränenströmen.
Zusammenfassung: Trockenes Auge, Tränentropfen, Tränensee, Tränenfluß und sein spiralig-endoskopischer Sturz in´s Meer der Tränen erschließen dem betrachtenden Ophthalmologen auf sehr spezifische Weise die große Welt des Friedensreich Hundertwasser.




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