Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1 Genexpression in pigmentierten Ziliarkörperepithelzellen des Schweines

1Meyer M. W., 2von Depka M., 1Schröder A., 2Wilhelm C., 1Erb C.

Augenklinik1 und Hämatologie2 der Medizinischen Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover, Deutschland

Zielsetzung: Nachweis von Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1 (PAI-1) mRNA in kultivierten pigmentierten Ziliarkörperepithelzellen des Schweines und Bestimmung der PAI-1-Aktivität im Zellkulturüberstand.
Methode: Die gesamte mRNA sowohl von kultivierten pigmentierten Ziliarkörperepithelzellen des Schweines als auch von Nierenzellen des Schweines wurde jeweils isoliert. Nach der reversen Transkription wurde die DNA-Sequenz, die für PAI-1 kodiert, unter dem Einsatz von humanen PAI- Primern und Sonden mit Hilfe der Polymerase-Ketten-Reaktion (Taq-man PCR) amplifiziert und quantitativ gemessen. Die PAI-1-Aktivität in den Zellkulturüberständen wurde mit einem spezifischen chromogenen Test bestimmt.
Ergebnisse: Mit der PCR-Methode wurde in Primärkulturen von pigmentierten Ziliarkörperepithelzellen des Schweines die Expression von PAI-1 mRNA nachgewiesen. Als Negativkontrolle wurde die gesamte mRNA von Nierenzellen des Schweines analysiert. Erwartungsgemäß wurde in diesen Zellen keine PAI-1 mRNA nachgewiesen. In allen Proben der Zellkulturüberstände bei den pigmentierten Ziliarkörperepithelzellen wurde eine erhöhte Aktivität von PAI-1 gemessen (25-37 AU/ml).
Schlußfolgerung: PAI-1 spielt eine zentrale Rolle im Gerinnungssystem. PAI-1 ist ein sofort wirkender Inhibitor von Gewebe-Plasminogen-Aktivator und Urokinase. Durch die geringere Aktivierung von Plasminogen und damit verminderte Produktion an Plasmin wird eine Hemmung der Fibrinolyse und Proteinolyse erreicht. Unsere Ergebnisse zeigen, daß Ziliakörperepithelzellen in der Lage sind, PAI-1 zu produzieren und zu sezernieren. Eine verstärkte Synthese und Sekretion von PAI-1 müßte zu einer verminderten Auflösung von Fibrin und Extrazellularmatrix im Kammerwasser und im Trabekelmaschenwerk führen. Die Folge wäre eine erhöhte Viskosität des Kammerwassers und damit eine Störung im Kammerwasserfluß. Wegen des erhöhten Abflußwiderstandes könnte eine vermehrte PAI-1-Aktivität möglicherweise pathogenetische Bedeutung für das Glaukom haben.




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