Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Effekte der externen Gegenpulsation bei Zentralarterienverschlüssen

1Michalk F., 1Werner D., 2Harazny J., 2Michelson G., 1Daniel W. G.

1II. Med. Klinik (Kardiologie), Östliche Stadtmauerstr. 29, 2Augenklinik, Schwabachanlage 6, Friedrich-Alexander-Universität, D-91054 Erlangen

Hintergrund: Das Prinzip der intraaortalen Gegenpulsation ist bei der Behandlung koronarer Ischämien etabliert. Ziel der Studie ist es, den Effekt der neueren externen Gegenpulsation auf retinale Ischämien bei Patienten mit Zentralarterien- (ZAV) oder Arterienastverschlüssen (AAV) zu prüfen.
Methode: Die externe Gegenpulsation (EECP, Vasomedical, Westbury, USA) komprimiert in der Diastole das Gefäßbett der unteren Extremitäten. 10 Patienten mit ZAV oder AAV (Infarktalter: 2,8 ± 1,3 d) wurden unter Unterbrechung der medikamentösen Therapie für 2 h mit der EECP behandelt. Die kapilläre Perfusion der Retina wurde mittels Scanning-Laser-Doppler-Flowmetrie (Heidelberg Retina Flowmeter, in arbitrary units, AU) vor, unmittelbar nach und 48 h nach EECP bestimmt. Bei 7 nicht mit EECP behandelten Patienten (Infarktalter: 2,2 ± 1,8 d) erfolgten die gleichen Messungen. Die Retinabezirke jedes einzelnen Patienten wurden nach der Ausgangsmessung in 3 Gruppen differenziert (<100 AU: stark reduzierte, 100-200 AU: mäßig reduzierte, >200 AU: gering reduzierte Perfusion).
Ergebnisse: Die Perfusionszunahme war in stark minderperfundierten Retinabezirken nach EECP signifikant höher als in den unbehandelten Kontrollpatienten (100 % vs 6 %, p<0,05). Die Tabelle zeigt die Perfusionsänderungen im Vergleich zur Ausgangsmessung (** p <0,01, * p <0,05):

Perfusion in
Ausgangsmessu

Median der Perfusionsänderung (in %)
Verumgruppe (n=10) Kontrollgruppe (n=7)
ng (AU) nach EECP 48 h nach nach 2 h nach 48 h
< 100 100 ** 156 * 6 260
100 - 200 22 67 4 50
> 200 -3 14 -3 11

Diskussion: Durch eine zweistündige Therapie mit externer Gegenpulsation kann die Reperfusion ischämischer Retinaabschnitte nach ZAV/AAV signifikant beschleunigt werden. Die größte Reperfusionszunahme wird in den initial am geringsten durchbluteten Abschnitten erreicht.




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