Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Frühe vaskuläre Mechanismen nach photodynamischer Therapie (PDT)

Michels S. M., Schmidt-Erfurth U.

Augenklinik der Universität Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck

Zielsetzung: Darstellung früher vaskulärer Veränderungen im Bereich der chorioidalen Neovaskularisation (CNV) und der umgebenden physiologischen Choriokapillaris nach photodynamischer Therapie (PDT) mit Verteporfin.
Methods: 20 Patienten mit überwiegend klassischer CNV wurden mit photodynamischer Therapie nach empfohlenen Standardkriterien behandelt. Es wurden Fluorescein- (FLA) und Indozyaningrün- (ICG) Angiographien vor sowie fünf Stunden, einen Tag und eine Woche nach Behandlung durchgeführt. Es wurde ein digitales Laser Scanning System (Heidelberg Retina Angiograph) mit einer kalkulierten Lichtdosis weit unter der Dosis für phototoxische Effekte benutzt.
Ergebnisse: Fünf Stunden nach Behandlung war bei 90% der Augen die CNV-Struktur weiterhin angiographisch abgrenzbar. Die CNV-Größe war nach einem Tag am deutlichsten reduziert (FLA: auf 20%; ICG auf 31% der initialen Größe) und zeigte nach einer Woche eine nur geringe Größenzunahme. Unmittelbar nach PDT fand sich eine deutliche Leckagezunahme aus der CNV sowie der benachbarten, exponierten, physiologischen Choriokapillaris (FLA:148%;ICG:378% des initialen Leckageareals). Nach einer Woche entsprach die Leckageaktivität wieder dem Ausgangsbefund. Die charakteristische chorioidale Hypofluoreszenz im Behandlungsareal fehlte zunächst vollständig. Im weiteren fand sich eine kontinuierliche Zunahme der chorioidalen Hypofluoreszenz in Größe und Intensität mit einem dem Behandlungsareal entsprechenden Flächenmaximum nach einer Woche.
Zusammenfassung: Die PDT führt zu dynamischen vaskulären Veränderungen mit einem charakteristischen Zeitverlauf. Ein unmittelbarer Verschluß der CNV wird nicht induziert. Allerdings geht die raschere Thrombose der CNV einer langsamer progredienten Alteration der chorioidalen Perfusion voraus. Der verzögerte Eintritt des Aderhautdefektes erklärt u. a. den guten postoperativen Visuserhalt bzw. -anstieg.


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