Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Subkonjunktivale Anästhesie mit Kokain oder Mepivacain bei Zyklokryokoagulation

Mielke J., Schlote T.

Universitäts-Augenklinik, Tübingen

Untersuchungsziel: Die Zyklokryokoagulation (CKK) wird üblicherweise in Parabulbär- oder Retrobulbäranästhesie durchgeführt. Diese Anästhesieformen bergen eine Anzahl von Risiken (z. B. retrobulbäre Blutung). Die Applikation kann zu einem deutlichen intraokulären Druckanstieg führen mit der Gefahr einer weiteren Optikusschädigung.
Methode: Es wurde eine prospektive Studie bei 50 Patienten mit verschiedenen Glaukomen durchgeführt, die eine subkonjunktivale Anästhesie mit Kokain oder Mepivacain (je 25 Augen/Patienten pro Gruppe) erhielten. Unmittelbar nach dem Eingriff wurden die Patienten auf ihr Schmerzempfinden mittels einer verbalen Analogskala (1 = kein Schmerz bis 10 = maximaler Schmerz) befragt. Bekannte Nebenwirkungen der Lokalnästhetika wie Übelkeit und Mundtrockenheit wurden erfaßt.
Ergebnis: Bei der ersten Gruppe (Kokain) empfanden 92% der Patienten keinen Schmerz (Stufe 1 der Analogskala), 8% gaben die Stufe 2 an. 1 Patient gab Übelkeit an, 4 Patienten verspürten Mundtrockenheit. Bei der zweiten Gruppe (Mepivacain) empfanden 80% der Patienten keinen Schmerz (Stufe 1). 12% der Patienten gaben die Stufe 2 an, 8% die Stufe 2,5 -3. Es wurden keine weiteren Nebenwirkungen angegeben.
Schlußfolgerung: Die Zyklokryokoagulation kann risikolos in subkonjunktivaler Lokalanästhesie mit Kokain oder Scandicain® durchgeführt werden. Die meisten Patienten gaben völlige Schmerzfreiheit an, die Behandlung mußte in keinem Fall abgebrochen werden.




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