Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Mikrobiologisches und klinisches Qualitätsmanagement verringern die Inzidenz der postoperativen Endophthalmitis

Miño de Kaspar H., Grasbon T., Fröhlich S. J., Binder C. A., Schaller U. C.,
Thiel M.

Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Einleitung: Die Studie soll überprüfen, ob es durch routinemäßig durchgeführte postoperative Prophylaxemaßnahmen zu einer Verringerung in der Inzidenz der postoperativen Endophthalmitis kommt.
Methoden: Zwischen 1989 und 1999 wurde die Inzidenz der postoperativen Endophthalmitis dokumentiert. In dieser Zeit wurden neue mikrobiologische perioperative Maßnahmen eingeführt, um das Endophthalmitisrisiko zu minimieren. Dazu gehören: a) Bindehautabstriche 1 Tag vor der Operation bei Risikopatienten. Diese Patienten wurden mit lokalen Antibiotika behandelt, bis die mikrobiologischen Kulturen negativ ausfielen. b) Hochrisikopatienten erhielten eine prophylaktische intravenöse antibiotische Therapie zusätzlich zu den lokalen Antibiotika. c) Die periorbitale Region wurde 5 Minuten mit 10%iger Polyvidon-Iod-Lösung vorbereitet, worauf eine Spülung der Bindehaut mit 10ml 1%iger Polyvidon- Iod-Lösung folgte. d) Desinfektion des automatisierten Operationszubehörs (v.a. Vakuumpumpe). Seit 1994 wurde die extrakapsuläre Kataraktextraktion durch die Phakoemulsifikation ersetzt.
Ergebnisse: Die Inzidenz der postoperativen Endophthalmitis schwankte zwischen 0,42% und 0,03% im Jahr. Über den längeren Zeitraum gesehen konnte ein signifikanter Abfall der Endophthalmitisrate beobachtet werden (Cox und Stuart`s Test, p<0,05).
Diskussion: Die Einführung einer routinemäßig durchgeführten perioperativen Prophylaxe führte zu einem signifikanten Abfall der bakteriellen Kontamination. Zusätzlich zu diesen mikrobiologischen Maßnahmen verringerte der Wechsel von der extrakapsulären Kataraktextraktion zur Phakoemulsifikation die Inzidenz der postoperativen Endophthalmitis.




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