Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Effekte von hochdosiertem Magnesium auf die okuläre Hämodynamik bei Glaukompatienten

Mollenhauer K. A., Pillunat L. E., Bernd A. S., Müller M. F., 1Boehm A. G.

University Eye Hospital Dresden, Germany; 1Shiley-Eye Center, UCSD, San Diego, CA, USA

Eine Therapie durch hochdosierte orale Magnesium Einnahme führt zu einer Relaxation von Vasospasmen kleinerer Gefäße. Insbesondere beim Normaldruckglaukom (NDG) ist der Einfluß von Magnesium von besonderer Bedeutung da hier von einer vasospastischen Komponente ausgegangen wird. Ziel dieser Studie war es den Einfluß von oral appliziertem Magnesuium auf OBF und die visuelle Funktion zu prüfen.
Methode: In einer retrospektiven klinischen Studie wurden 67 NDG Patienten und 152 PCOWG Patienten vor und nach Einnahme von 3x40mg Magnesium täglich evaluiert. Die Parameter waren der Blutdruck, Pulsfrequenz, IOD und MD des Humphrey Gesichtsfeld 30-2 Schwellentestes. Der okuläre Blutfluß und die okuläre Pulsamplitude (PA) wurden ohne Therapie und anschließend mit Therapie nach 1-3 Monaten, 4-6 M.., 7-9 M., 10-12 M., 12-18 M. und mehr als 18 Monaten getestet. Zur statistischen Auswertung wurde eine multiple Regressionsanalyse durchgeführt.
Ergebnisse: Die Gruppe der PCOWG Patienten zeigte nach 3 Monaten keine signifikanten Veränderungen der untersuchten Parameter. Nach 6 Monaten zeigte sich eine signifikante Abnahme des OBF von 782.72µl/min auf 901.23µl/min sowie nach 9 Monaten eine signifikante Abnahme des IOD von 18.01 auf 16.1. Die okuläre PA zeigte nach 18 Monaten ebenfalls eine signifikante Abnahme von 1.99 auf 2.3. Bei der Gruppe der NDG Patienten zeigte sich keine signifikante Veränderung der untersuchten hämodynamischen Parameter. Die MD zeigte eine signifikante Abnahme von - 7.16 auf -5.86 nach 3 Monaten sowie eine signifikante Abnahme von -7.47 auf -6.63 nach 6 Monaten.
Schlußfolgerung: Magnesium führt bei Patienten mit PCOWG zu einer nachweisbaren Verbesserung der okulären Hämodynamik ohne Verbesserung der visuellen Funktion. Es scheint beim PCOWG eine vaskuläre Dysregulation von pathogenetischer Bedeutung zu sein. Bei Patienten mit NDG zeigt sich eine signifikante Abnahme der MD nachweisbare Verbesserung der okulären Hämodynamik. Möglicherweise ist hierfür eine neuroprotektive Wirkung verantwortlich.



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