Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Mißverhältnis zwischen meßbarer und korrekturbedürftiger Cyclodevation bei Obliquus-superior-Ansatzanomalie mit ausgeprägter Beteiligung der rotatorischen Komponente

Motsch S., Mühlendyck H.

Abteilung Strabologie und Neuroophthalmologie, Universitäts-Augenklinik Göttingen; Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

Einleitung: Bei Patienten mit stark beeinträchtigender Kopfneigung aufgrund einer Obliquus superior Störung ist häufig die gemessene Excyclodeviation im freien Raum sehr gering (5°-8°), obwohl der Bielschowsky-Kopfneigetest ausgeprägt positiv ist (in KZH kaum eine VD, bei Gegenneigung kaum eine VD bis 15°).
Methode: Bei allen Patienten wurde prä- und postoperativ die Vertikaldivergenz in neun Blickrichtungen sowohl bei Kopfgerade-haltung wie bei Kopfneigung rechts und links mit dem Prismen-abdecktest gemessen. Die Cyclodeviation wurde im freien Raum mit dem Maddox- Cylinder und am Synoptometer bestimmt. Der OP-Indikation wurde die Abweichung zugrunde gelegt, die in KZH und im Aktionsgebiet des betroffenen Obliquus superior gefunden wurde.
Ergebnisse: Bei der OP fand man meist einen weiter vom Limbus entfernten Ansatz - bei einer Patientin auch im präoperativen CT. Nur kurz postoperativ war ein Übereffekt nachweisbar mit einem noch vorhandenen - jetzt paradoxen - Bielschowsky-Phänomen. Beides bildet sich im allgemeinen innerhalb weniger Tage zurück. Bei einigen Fällen kam es später wieder zum Auftreten einer KZH mit gleichem Phänomen und der Eingriff mußte noch einmal verstärkt werden.
Zusammenfassung: Das Mißverhältnis zwischen meßbarer Excyclodeviation und Vertikalabweichung kommt u.A. dadurch zustande, daß schon bei Kopfgeradehaltung das Bielschowsky-Phänomen positiv ist. Es kommt zur kompensatorischen Reduktion der Excyclodeviation über Innervation des Rectus superior, welche zur Manifestation einer größeren VD führt. Deshalb ist die gemessene Excyclodevation deutlich kleiner als man von der zugrundliegenden Obliquusstörung eigentlich erwartet.




DOG HomepageZurück / Back