Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Stereotaktische Konvergenzbestrahlung uvealer Melanome mit dem Gamma- Knife: 3-Jahres-Ergebnisse

1Mueller A. J., 1Schaller U., 1Talies S., 2Horstmann G. A., 2Wowra B., 1Kampik A.

1Augenklinik der Universität, München; 2Gamma-Knife Center, München. Wir berichten über unsere 3-Jahres-Ergebnisse mit der stereotaktischen Konvergenzbestrahlung (Gamma-Knife) bei großen und ungünstig gelegenen uvealen Melanomen.

Patienten und Methode: 98 Patienten (50 männlich, 48 weiblich; Alter 24 - 84 Jahre) wurden seit 1997 nach einem standardisierten Protokoll behandelt (ambulante Einzeitbestrahlung, Maximaldosis 50 Gy, Tumorranddosis mind. 25 Gy, ausschließlich Retrobulbäranästhesie zur Bulbusfixation). Bei keinem Patienten war aufgrund der Lokalisation und/oder der Tumorgröße eine Brachytherapie mit Ru- 106 Applikator möglich. 16 Tumoren lagen im Ziliarkörperbereich, 61 Tumoren am hinteren Pol, und 21 Tumoren in der mittleren Netzhautperipherie. Alle Patienten wurden nach einem standardisierten Schema regelmäßig ophthalmologisch und neuroradiologisch nachuntersucht. Für 73 Patienten lagen 1-, für 33 Patienten 2- und für 15 Patienten 3-Jahres Nachbeobachtungsdaten vor.
Ergebnisse: Vor der Bestrahlung (98 Patienten) betrug die maximale apikale Tumorhöhe (MAH) median 7,8 mm (95 % KI 2,9 bis 12,5 mm). Nach 1 Jahr (73 Patienten) betrug die MAH median 5,7 mm (95 % KI 2,4 bis 10,7 mm), nach 2 Jahren (33 Patienten) median 4,3 mm (95 % KI 2,2 bis 8,8 mm), und nach 3 Jahren (15 Patienten) median 4,6 mm (95 % KI 2,4 bis 8,5 mm). Alle Differenzen zur MAH der jeweiligen Patienten vor Bestrahlung waren statistisch signifikant (gepaarter t- Test). Innerhalb des ersten Jahres nach Bestrahlung mussten 7 Patienten wegen eines schmerzhaften Sekundärglaukomes und 2 Patienten wegen eines Tumorrezidives sekundär enukleiert werden. Innerhalb des zweiten und dritten Jahres waren dies je ein weiterer Patient (Sekundärglaukom).
Schlußfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen, daß die stereotaktische Konvergenzbestrahlung mit dem Gamma-Knife bei 98 % der Patienten mit großen und ungünstig gelegenen uvealen Melanomen in der Lage ist, eine lokale Tumorkontrolle zu induzieren. Das Risiko für eine Sekundärenukleation ist im ersten Jahr nach Bestrahlung am höchsten, aber insgesamt bei diesen großen Tumoren mit 11 % als niedrig anzusehen. Die sehr gute lokale Tumorkontrollrate veranlasste uns, bei den nachfolgend behandelten Patienten die Maximaldosis auf 40 Gy (Tumorranddosis mind. 20 Gy) zu reduzieren.




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