Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Langzeitbeurteilung von Papillenvermessungen mit der konfokalen Lasertomographie (HRT)

Mueller H., Funk J., Graf G.

Universitäts-Augenklinik Freiburg, Killianstr. 5, 79106 Freiburg, (Direktor. Prof. Dr. med. H. Witschel)

Untersuchungsziel: Bei Patienten mit Glaukomverdacht oder beginnendem Glaukom führen wir seit 7 Jahren regelmäßig Papillenvermessungen mit einem konfokalen Lasertomographen (Heidelberg Retina Tomograph, HRT) durch. Jetzt wollten wir untersuchen, wie stark die dabei auftretenden Meßschwankungen sind und wie häufig statistisch signifikante Verbesserungen oder Verschlechterungen des Papillenbefundes gemessen werden.
Methode: Wir analysierten retrospektiv die HRT-Aufzeichnungen von 686 Augen (359 Patienten), bei denen wenigstens 4 Messungen über einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren vorlagen. Bestimmt wurde der Varianzquotient V für folgende Parameter: Rim Area, Rim Volume, C/D-Ratio, Height Variation Contour, Cup Shape Measure und "Classification". Darüber hinaus wurden für jedes Auge eine Regressionsanalyse durchgeführt und die dabei auftretenden Veränderungen auf Signifikanz (p = 0,05) überprüft.
Ergebnisse: Die im Langzeitverlauf geringsten Meßschwankungen zeigte die C/D-Ratio (V = 0,09), gefolgt von Rim Area (V = 0,10), Classification (V = 0,13), Cup Shape Measure (V = 0,14), Rim Volume (V = 0,14) und Height Variation Contour (V = 0,33). Eine statistisch signifikante Verbesserung bei der Regressionsanalyse fanden wir bei 10 Augen, bei 37 Augen zeigte sich eine statistisch signifikante Verschlechterung.
Schlußfolgerungen: Bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten sind die Meßschwankungen im Langzeitverlauf akzeptabel. In unserer Untersuchung erwies sich die C/D-Ratio als stabilster Parameter. Wie statistisch zu erwarten war, traten signifikante "Verbesserungen" auf (n = 10, 1,5% der Augen), die vermutlich keine tatsächlichen Verbesserungen darstellen. Erwartungsgemäß war die Zahl der gefundenen Verschlechterungen mit 5,4% (n=37) deutlich höher. Es ist anzunehmen, daß zumindest bei einem Teil der gefundenen Verschlechterungen tatsächlich eine Zunahme des Glaukomschadens vorliegt.




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