Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Der Pro-Yellow-Laser beim Sturge-Weber-Syndrom (SWS)

1Neidhardt B., 2Konrad H., 1Voigt U., 2Wollina U., 1Strobel J.

1Augenklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Bachstraße 18, 07740 Jena; 2Hautklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Erfurter Straße 35, 07740 Jena

Hintergrund: Das SWS führt im Ausbreitungsgebiet des N. trigeminus zu einem Naevus flammeus. Die Ausbreitung im Gesichtsbereich stellt ein kosmetisches Problem dar. Verschiedene Lasersysteme werden für die Behandlung dieser Gefäßanomalien angewendet.
Patienten und Methoden: Wir berichten über 3 Patienten (2 Mädchen im Alter von 12 Jahren und einen 33-jährigen Patienten) deren Naevus flammeus im Gesichtsbereich mit dem Pro-Yellow-Laser (Asclepion Meditec AG, Jena) koaguliert wurde. Der Pro-Yellow-Laser ist ein Kupferbromid-Laser mit den Wellenlängen 578 nm (gelb) und 511 nm (grün). Die Koagulation erfolgte in mehreren Sitzungen ausschließlich mit 578 nm, mit 2,4 bis 3,0 Watt und 20 - 30 ms, max. 32 J/cm2.
Ergebnisse: In den behandelten Arealen bildeten sich die Portwine stains des Naevus flammeus gut zurück. Postoperativ waren die behandelten Areale weißlich verdickt. Es traten keine Schorfbildungen auf. Im weiteren Verlauf entwickelte sich normale Haut, Narbenbildungen waren nicht nachweisbar.
Schlußfolgerungen: Die Absorption der 578 nm des Pro-Yellow-Lasers erfolgt selektiv in den Gefäßen des Naevus flammeus, so dass das umgebende Gewebe nur gering irritiert wird. Damit wird eine schonende und schmerzarme Koagulation der pathologischen Gefäße direkt möglich. Der Pro-Yellow-Laser eröffnet neue Möglichkeiten zur Behandlung vaskulärer Anomalien im Gesicht-und Periorbitalbereich.




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