Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Madarosisbehandlung mit Diphenylcyclopropenon bei Patientin mit Alopecia Areata: Erste Ergebnisse

Neißkenwirth genannt Schroeder N., Hesse L., 1Happle R.

Augenklinik, Philipps-Universität, Robert-Koch-Str. 4, 35037 Marburg; 1Hautklinik der Philipps-Universität, Deutschhausstraße 9, 35037 Marburg

Hintergrund: Die Alopecia areata (AA) ist mit einer Inzidenz von ca. 0,1% die häufigste Haarerkrankung. Bei 5 bis 10 Prozent aller Patientin entsteht aus dem kleinfleckigen Typ eine AA totalis (ganze Kopfhaut) und bei 1 bis 2 Prozent eine AA universalis (gesamte Köperbehaarung). In schweren Fällen sind häufig auch die Wimpern betroffen (Madarosis). Es wurde untersucht, ob die seit 20 Jahren eingesetzte topische Immuntherapie mit DCP (Diphenylcyclopropenon) nicht nur an der Kopfhaut, sondern auch an den Lidern neues Haarwachstum induziert.
Methode: Eingeschlossen wurden 7 Patienten mit Madarosis bei AA, die bereits an der Kopfhaut mit DCP behandelt wurden. DCP (10-5% bis 2%) wurde einmal wöchentlich an der Lidkante von Ober- und Unterlid aufgetragen. Kontrolliert wurden Nebenwirkungen am Auge (z.B. konjunktivale Reizung) und Wimpernwachstum. Nach Auftreten des charakteristischen Kontaktekzems wurde die Behandlung einmal wöchentlich durch den Patienten fortgesetzt. Die Behandlungszeit lag zwischen 1 bis 1,5 Jahren.
Ergebnisse: Von Patienten wurde die Behandlung in 2 Fällen wegen fehlenden Kontaktekzems und in einem Fall aus persönlichen Gründen abgebrochen. Bei den übrigen 4 Patienten wurde ein kontinuierliches Wachstum der Wimpern beobachtet. Allerdings fielen bei einem Patienten die zunächst nachgewachsenen Wimpern innerhalb weniger Wochen wieder aus. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Die anfänglich einseitige Behandlung bewirkte ipsilaterales Wimpernwachstum in 3 Fällen.
Schlußfolgerung: Die topische Behandlung mit DCP bei AA - bedingter Madarosis induziert das Nachwachsen von Wimpern. Sowohl der kosmetische Aspekt als auch der mechanische Schutz vor Fremdkörpern motiviert die Patienten zu dieser langwierigen Therapie.




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