Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Validität der Laser-Scanning-Polarimetrie der retinalen Nervenfaserschicht in Augen mit verschiedenen Stadien der glaukomatösen Optikusatrophie

Nguyen N. X., Horn F. K., Hayler J., Wakili N., Mardin C. Y.

Augenklinik mit Poliklinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D- 91054 Erlangen (Vorstand: Prof. Dr. Dr. h.c. G.O.H. Naumann)

Hintergrund: Ziel dieser Arbeit war es, die diagnostische Wertigkeit der Laser- Scanning- Polarimetrie (LSP) der retinalen Nervenfaserschichtdicke in Abhängigkeit von verschiedenen morphologischen Schweregraden der glaukomatösen Optikusatrophie zu untersuchen.
Patienten und Methode: Die Studie umfaßte 92 Normalaugen von 52 Probanden (41±14.0 Jahre) und eine heterogene Gruppe mit 232 Augen von 135 Patienten mit Glaukomen (54±10.0 Jahre, 68 Patienten mit POWG, 56 Patienten mit NDG und 11 Patienten mit SOWG). Bei allen Patienten und Probanden wurde eine ophthalmologische Untersuchung einschließlich LSP (GDx, Laser Diagnostics, San Diego, CA) der retinalen Nervenfaserschicht und Evaluierung von 15° Stereodiapositiven der Papille durchgeführt. Nur Patienten und Probanden mit einer Papillenfläche kleiner als 3,4 mm2 wurden in die Studie eingeschlossen. Entsprechend den morphologischen Kriterien des neuroretinalen Randsaums wurden die Patienten in 4 verschieden Stadien der glaukomatösen Optikusatrophie eingeteilt (Stadium1: n=103, Stadium2: n=65, Stadium3: n=40, Stadium4: n=19).
Ergebnisse: Alle Meßwerte der LSP unterschieden sich in der Gruppe der Normalaugen hoch signifikant von Augen aller Glaukomstadien (p<0,01), wobei die multivariate Variable "the number" alle fünf Gruppen am besten trennt (p=0,0001). Mit fortschreitenden Stadien der glaukomatösen Optikusatrophie zeigte sich eine zunehmende Trennung durch die Variable "the number". Bei einer vorgegebenen Spezifität von 90% in der Kontrollgruppe (Stadium0) stiegen die Sensitivitäten der Gruppe mit unterschiedlichem Schweregrad der glaukomatösen Optikusatropie von 32% für Stadium1 bis 90% für Stadium4 an.
Schlußfolgerung: Die LSP der retinalen Nervenfaserdicke zeigte deutlichen Zusammenhang mit dem morphologisch sichtbaren glaukomatösen Verlust des neuroretinalen Randsaums. Die schnelle Verfügbarkeit der Ergebnisse, die einfache Handhabung und der relativ geringe Kostenaufwand lassen das Verfahren nicht nur für Routine-Untersuchungen in der Glaukomdiagnostik sondern auch für ein Glaukom-Screening geeignet erscheinen. Mit Unterstützung der DFG (SFB 539).




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