Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Die Messung der zeitlichen Kontrastempfindlichkeit mit dem Erlanger Flimmer-Test bei Patienten nach perforierender Keratoplastik

Nguyen N. X., Horn F. K., Seitz B., Cursiefen C., Langenbucher A., Küchle M.

Augenklinik mit Poliklinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D-91054 Erlangen (Vorstand: Prof. Dr. Dr. h.c. G.O.H. Naumann)

Hintergrund: Ziel dieser Arbeit war es, die Eignung der zeitlichen Kontrastempfindlichkeit mit dem Erlanger Flimmer-Test bei Patienten nach unkomplizierten Keratoplastik (PK) und deren mögliche Abhängigkeit mit den postoperativen topographischen Veränderung zu untersuchen
Patienten und Methode: Die Studie umfaßte 45 Augen von 45 Patienten (Alter 46.5±14.2 Jahre) nach PK und 194 altersentsprechende gesunde Augen. Die mittlere postoperative Beobachtungsdauer betrug 11.8±10.2 Monate. Patienten mit vorbestehenden Glaukomen oder postoperativer Erhöhung des Augeninnendruckes waren ausgeschlossen. Die Diagnose zur Hornhauttransplantation war Keratokonus (54%), Fuchssche Hornhaut- Endothel-Dystrophie (38%) und stromale Hornhautdystrophie (8%). Zeitliche Kontrastempfindlichkeit wurde mit einem weißen, sinusförmig flimmerndem Licht (37.1 Hz) als Ganzfeldreiz unter photopische Bedingungen (10cd /m²) untesucht.
Ergebnisse: Die mittlere zeitliche Kontrastempfindlichkeit unterschied sich nicht zwischen Patienten nach PK (1.49±0.13, Spannweite 1.26-1.78, Konfidenzintervall 1.45-1.53) und Normalprobanden (1.55±0.17, Spannweite 1.16-1.98, Konfidenzintervall 1.47-1.51, p=0.98). Es fand sich keine signifikante Korrelation zwischen zeitlicher Kontrastempfindlichkeit und bestkorrigiertem Visus bei Patienten nach PK und bei Normalprobanden (p=0.3). In der Gruppe der PK-Patienten war die zeitliche Kontrastempfindlichkeit statistisch unabhängig von keratometrischem Astigmatismus (p=0.7), topographischem Astigmatismus (p=0.4), dem sphärischen Äquivalent (p=0.7) und der zentralen Hornhautdicke (p=0.7)
Schlußfolgerung: Die mit dem Ganzfeld-Flimmer Test bestimmte zeitliche Kontrastempfindlichkeit kann bei Patienten nach PK durchgeführt werden und sie ist unabhängig von den postoperativen topographischen Hornhaut- Veränderungen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, daß der Ganzfeld- Flimmer-Test eine sinnvolle zusätzliche Untersuchung zur Unterscheidung zwischen sekundären Glaukomen und okulärer Hypertension bei Patienten nach PK ist. Mit Unterstützung der BMBF (IZKF Erlangen, B 13) und DFG (SFB 539).



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