Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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"Aggressive" phototherapeutische Keratektomie (PTK) zur Behandlung rezidivierender traumatischer Erosio corneae (TEK)

Nietgen G. W., Sekundo W.

Zentrum für Augenheilkunde der Philipps-Universität, 35037 Marburg

Hintergrund: Die rezidivierende TEK ist ein häufiges schmerzhaftes Krankheitsbild. Chirurgische Therapieansätze sind Needling, Abrasio oder Argonlaser-Mikrokoagulation. Die phototherapeutische Keratektomie (PTK) hat im Gegensatz zu den zuvor genannten Methoden eine höhere Erfolgsquote, die je nach Studie zw. 74% - 84% beträgt. Wir berichten über unsere Erfahrung mit einer aggressiveren Technik.
Patienten: Es wurden 14 Augen (13 Patienten) mit rTEK mit einer Dauer der Rezidive von 4 bis 132 Monate (Mittel 30,8 Monate) behandelt. Gelasert wurde mit Keratom IV -Excimerlaser (Fa.Schwind) oder mit dem MEL 70 G-Scan Excimer Laser (Asclepion-Meditec). Nach Deepithelialisierung mit einem Merocel-Tupfer wurden im PTK-Mode 10-12 mm abgetragen und anschließend unter Zuhilfenahme von maskierenden Substanzen mit 3 bis 4 µm poliert. Die Nachbehandlung erfolgte kurzfristig mit einer Antibiotikum/Steroid-Kombination gefolgt von einer langfristigen Tränenersatzapplikation.
Ergebnisse: Im Nachuntersuchungszeitraum von 4 bis 14 Monaten (Mittel 6,4 Monate) waren alle Patienten beschwerdefrei und ohne Rezidiv der Erosio. Fünf Patienten benötigten noch Tränenersatzmittel und 7 Patienten merkten eine Änderung der Refraktion. Der subjektive postoperative Schmerz-Score (0 gering, 10 hoch) lag im Mittel bei 6,3. Alle Patienten würden die OP erneut durchführen lassen, um den jetzigen Grad der Beschwerdefreiheit zu erlangen.
Schlußfolgerung: Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, daß eine aggressivere Technik mit anschließendem Polishing eine höhere Erfolgsrate als die konventionelle PTK zeigt. Eine mögliche Erklärung wird vorgestellt.




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