Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



Vorkommen und Verteilung von MT1- Melatonin Rezeptoren im menschlichen Auge - eine immunhistochemische Studie

1Pache M., 1Meyer P., 2Kräuchi K., 1Flammer J., 2Müller-Spahn F.,
2Savaskan E.

1Universitäts-Augenklinik Basel, 2Psychiatrische Universitätsklinik Basel, Schweiz

Einleitung: Das Hormon Melatonin wird von Corpus pineale und Retina in der Nacht sezerniert. Funktionell ist es im visuellen und kardiovaskulären System aktiv und beeinflußt den zirkadianen Rhythmus. In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass Melatonin über eine Aktivierung von Melatonin-1 (MT1) Rezeptoren bei der Ratte zu einer Vasokonstriktion von cerebralen Arteriolen und beim Schwein zur Konstriktion der Koronargefäße führt. In der vorliegenden Studie wurden menschliche Augen auf Vorkommen und Verteilung von MT1 Rezeptoren untersucht.
Methoden: Unter Verwendung eines primären Antikörpers gegen MT1- Rezeptoren (erhalten von L. Brydon, R. Jockers, Institut Cochin de Genètique Moléculaire, Laboratoire d'Immuno-Pharmakologie Moléculaire, Paris, France) und eines ABC-Detektionssystems wurden Paraffinschnitte von sechs menschlichen Augen immunohistochemisch gefärbt und beurteilt.
Ergebnisse: MT1 Rezeptor -Immunoreaktivität (MT1-IR) wurde in der Adventitia der retinalen Arterien und Venen sowie in der papillären Region, hingegen nicht in den Ziliar- und Choroidalgefäßen gefunden. Desweiteren ließen sich die inneren Segmente der retinalen Stäbchen und Zapfen ebenso wie einige Ganglienzellen immunhistochemisch markieren.
Schlußfolgerung: In dieser Studie konnte erstmalig eine Immunoreaktivität gegen MT1-Rezeptoren in der Adventitia von menschlichen retinalen Gefäßen, nicht aber in den Choroidal- und Ziliargefäßen nachgewiesen werden. Die physiologische Funktion der Rezeptoren in den retinalen Gefäßen ist bislang nicht bekannt.




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