Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Erfahrungen mit vernetzter Amnion-Membran für die Rekonstruktion der Hornhautoberfläche

Petersen H., Spörl E., Frühauf A.

Universitäts-Augenklinik, Universitätsklinikum TU Dresden, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden

Die Transplantation von Amnion-Membran (AM) ist für die Rekonstruktion der Hornhautoberfläche ein akzeptiertes Verfahren, wobei die schnelle Resorption einen limitierenden Faktor darstellt. Eine widerstandsfähigere und haltbarere AM wäre oft wünschenswert.
Methode und Patienten: Frische AM wurde unmittelbar vor der Transplantation in einer Mischung aus physiologischer Kochsalzlösung, 0,1 % Glutaraldehyd und 20 % Dextran T500 für 30 min vernetzt. Experimentell wurden das Spannungs-Dehnungsverhalten sowie die Resorptionszeit in einer Pepsinlösung (pH = 1,5) untersucht. In 11 Augen mit Hornhautulcera und einem Auge mit extremer Hornhautverdünnung (Neugeborenes mit Peter's Anomalie) diente die vernetzte AM als Deckung. Die AM wurde zirkulär auf der Sklera 3 - 5 mm peripher vom Limbus fixiert und die Conjunctiva auf der Membran befestigt.
Ergebnisse: Die vernetzte AM zeigt einen um den Faktor 1,6 erhöhten Spannungs-Dehnungs-Zusammenhang und eine geringere Tendenz des Einrollens. Die Resorptionszeit in einer Pepsinlösung betrug für die unbehandelte AM 4 Tage und für die vernetzte AM 30 Tage. Klinisch beobachteten wir während der Nachkontrollzeit von 6 - 8 Monaten eine Stabilität der AM zwischen 23 - 78 Tagen (MW = 46,6 Tage). In den meisten Fällen war die Lebensdauer der AM nicht durch Resorption sondern durch das Lösen der Befestigungsfäden begrenzt.
Schlußfolgerungen: Vernetzte AM zeichnet sich wegen der erhöhten biomechanischen Stabilität durch bessere Handhabung sowie aufgrund erhöhter Resistenz gegen kollagenolytischen Enzymen durch Resorptionszeiten von mehreren Wochen aus. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.




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