Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Histopathologische Befunde nach LASIK

Philipp W., Speicher L., Göttinger W.

Universitätsaugenklinik Innsbruck, Österreich

Einleitung: Histopathologische Befunde von menschlichen Hornhäuten nach LASIK wurden bisher kaum veröffentlicht. In dieser Arbeit präsentieren wir histologische, immunhistochemische und elektronenmikroskopische Untersuchungsergebnisse von 5 Patienten bei denen nach LASIK eine Keratoplastik erforderlich wurde.
Methoden: 5 Hornhäute von 5 Patienten wurden zum Zeitpunkt der perforierenden Keratoplastik wegen iatrogener Keratektasie (3 Fälle) oder wegen irregulärem Astigmatismus (1 Hyperopie-, 1 Myopiebehandlung) nach LASIK gewonnen. Neben H&E und PAS-Färbungen wurden transmissionselektronenmikroskopische Untersuchungen sowie immunhistochemische Untersuchungen mit Antikörpern gegen Kollagentypen I-VI, gegen Keratan,-und Dermatansulfatproteoglykan (KSPG, DSPG) und gegen die Zytokine TGF-ß, PDGF-BB, bFGF, HGF und deren Rezeptoren durchgeführt.
Ergebnisse: Die 3 Hornhäute mit Keratektasie waren zentral auf 250µ, 260µ und 370 µ verdünnt. Nur Spuren der Wundheilung mit minimalem Narbengewebe waren am Flaprand sichtbar, wo häufig eine Dehiszenz der Bowman-Membran anzutreffen war. Unter dem Flap selbst war das Interface sowohl elektronen-als auch lichtmikroskopisch meistens nicht sicher identifizierbar, da das angrenzende Stroma normal und regulär strukturiert war. Bei 2 Patienten waren jedoch artifizielle Spaltbildungen mit nur wenigen kreuzenden Kollagenlamellen zwischen dem Flap und dem hinteren Stroma sichtbar. An manchen Stellen waren auch Epitheleinwachsungen nachweisbar. Bei einer Hornhaut nach Hyperopiebehandlung wurde die parazentrale Stromaabtragung durch stark verdicktes hyperplastisches Epithel kompensiert während zentral das Epithel extrem verdünnt war. Immunhistochemisch war an manchen Stellen DSPG innerhalb des an das Interface angrenzenden Stromas vermehrt exprimiert, sowie eine verstärkte Expression von HGF in Keratozyten/ Fibroblasten am Flaprand nachweisbar.
Diskussion: Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Wundheilung nach LASIK sehr gering ist und zu einer signifikanten biomechanischen Schwächung der Hornhaut führt mit einer biomechanisch praktisch nicht mehr wirksamen oberflächlichen Lamelle.




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