Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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PROCALCITONIN: diagnostischer Marker für bakterielle Endophthalmitis?

1Pleyer U., 1Koll B., 2Döcke W., 2Volk H. D., Velhagen K. H.

Universitäts-Augenklinik Charité1, Campus Virchow-Klinikum und Institut für Medizinische Immunologie2, Humboldt Universität zu Berlin.

Hintergrund: Procalcitonin (PCT), das Prohormon von Calcitonin hat sich als ein frühes Indikator- und Markerprotein für systemische Infektionen herausgestellt. Es wird bei Entzündungsreaktionen stark exprimiert und hat sich als Hilfe zur Differenzierung bakterieller Infektionen erwiesen. Daher haben wir PCT mit dieser Fragestellung bei Patienten mit postoperativer Endophthalmitis untersucht.
Methoden: Die PCT Konzentrationen von Glaskörper-, Kammerwasserund Serumproben von 32 Patienten mit Endophthalmitis oder infektiöser Uveitis wurden mit einem spezifischen Immunoluminenz Assay (LUMItest Brahms, Berlin, Nachweisgrenze 80 pg/ml) analysiert. Die Ätiologie infektiöser Uveitiiden wurde durch intraokulare Antikörpersynthese bei Patienten mit viraler (Herpes virus) oder parasitärer Ätiologie gesichert. Als weitere Kontrolgruppe wurden Patienten mit nichtinfektiösen Augenerkrankungen, die sich einer Vitrektomie unterzogen, verwendet.
Ergebnisse: Procalcitonin war im Glaskörperaspirat von Endophthalmitispatienten (762,2 ± 155,7 pg/ml) gegenüber Kontrollpatienten (138,9 ± 9,7 pg/ml) signifikant (p=0,02) erhöht, während sich die Serumkonzentrationen beider Gruppen nicht unterschieden (p=0,45). Patienten mit infektassozierter Uveitis viraler (135,8 ± 9,6 pg/ml) oder parasitärer (116,4 ± 2,6 pg/ml) Ätiologie unterschieden sich weder in der intraokularen Procalcitoninkonzentrationen noch in ihren Serumspiegeln (p>=0, 05).
Schlußfolgerung: Wir stellen hiermit die erste Untersuchung intraokularer PCT Konzentrationen vor. Aus den bisher vorliegenden Ergebnissen kann geschlossen werden, das PCT ein sensitives Markerprotein darstellt, das rasch bei intraokularen bakteriellen Infektionen exprimiert wird und sich als Differenzierungskriterium heranziehen lässt. Unterstützt durch DFG (Pl 150/10-1; Vo 489/6-1) und Charité, Forschungsförderung




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