Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Analyse kongenitaler Dakryostenosen unter besonderer Berücksichtigung der Mucocelen

Pollack K.; Sommer E.

Universitäts-Augenklinik, Universitätsklinikum TU Dresden Fetscherstraße 74, D-01307 Dresden

Tränenwegsverschlüsse gehören zu den häufigsten augenärztlich zu behandelnden Erkrankungen im Säuglings- und Kleinkindesalter. Zum Zeitpunkt der Geburt ist bei etwa 30 % der Kinder ein postsaccaler Verschluss vorhanden. Zu einer Dakryozystitis oder Mucocele des Neugeborenen kommt es jedoch seltener, da sich in etwa 90 % die Verschlussmembran durch mechanische Faktoren unter der Geburt oder in den ersten Lebenstagen öffnet. Tritt dies nicht ein, entstehen eine Dacryocystitis acuta bzw. chronica neonatorum mit Exprimat. Die kongenitale Mucocele besteht von Geburt an mit prall gefülltem Tränensack, jedoch ohne Exprimat.
Methode und Patienten: Es erfolgte eine Analyse der kongenitalen Dakryo-stenosen, die innerhalb der letzten 4 Jahre mit der Diagnose Dakryo-stenose bzw. Dakryo-zystitis in der Universitäts-Augenklinik Dresden vorgestellt und behandelt wurden.
Ergebnisse: Die 256 Kinder (130 Mädchen, 126 Jungen) waren zum Zeitpunkt der Vorstellung wenige Tage bis 31 Monate alt. Eine beidseitige Dakryostenose lag bei 20 % der Kinder vor. Bei 90 % der Fälle mit Dakryostenose war eine einmalige Sondierung und Spülung erfolgreich. Eine kongenitale Mucocele wurde bei 11 Kindern beobachtet, davon waren 10 Mädchen. Die Behandlung bestand in einer sofortigen Eröffnung und Aspiration des Celeninhaltes. Nach mehreren Sondierungen konnte bei 10 Kindern eine Durchgängigkeit der Tränennasenwege erreicht werden, ein Kind erhielt eine Ringintubation.
Schlußfolgerungen: Bei bläulich livider Schwellung im Bereich des medialen Kanthus bei Neugeborenen ist differentialdiagnostische eine kongenitale Mucocele in Erwägung zu ziehen. Eine sofortige Therapie ist erforderlich. Die Sondierung der kongenitalen Dakryostenosen sollte in den ersten 6 Lebensmonaten erfolgen, da die Behandlung in lokaler Anästhesie erfolgen kann.




DOG HomepageZurück / Back