Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Expression modifizierender Enzyme der extrazellulären Matrix in PVRMembranen

Priglinger S., Neubauer A. S,. Schönfeld C. L. Kampik A., Welge-Lüßen U.

Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Einleitung: Membranen der proliferativen Vitreoretinopathie weisen einen hohen Gehalt an extrazellulärer Matrix (EZM) auf. Eine Akkumulation der EZM kann auf einer vermehrten Proteinsynthese oder auf einem verminderten Abbau beruhen. Eine Gruppe von Enzymen, die den Abbau der EZM hemmen können, stellen die Transglutaminasen dar. Diese Enzyme sind in der Lage, irreversible Verbindungen von EZM-Proteinen zu synthetisieren.
Material und Methoden: 34 PVR Membranen sub- und epiretinaler Lokalisation wurden mittels Reverser Transkriptase Polymerase Ketten Reaktion (RT-PCR) auf die Expression verschiedener Isoformen der Transglutaminasen untersucht. Die in situ Transglutaminase-Aktivität wurde mittels des Einbaus des Transglutaminase spezifischen Substrates Cadaverin nachgewiesen. Desweiteren wurde die Expression der verschiedenen Isoformen der Transglutaminase immunhistochemisch untersucht.
Ergebnisse: Alle Membranen zeigten eine deutliche Expression der tissue Transglutaminase und der Keratozyten-spezifischen Isoform. In einzelnen Membranen konnte auch eine erythroleukämische Isoform nachgewiesen werden. In allen Membranen wurde eine in situ Aktivität nachgewiesen. Immunhistochemisch konnte die Tissue Tranglutaminse Aktivität sowohl intrazellulär als auch extrazellulär nachgewiesen werden.
Schlußfolgerungen: Der Nachweis der Expression von Transglutaminasen in PVR-Membranen deutet darauf hin, daß es neben quantitativen Veränderungen in der EZM auch zu qualitativen Veränderungen in PVR-Membranen kommt. Diese Untersuchungen helfen den Pathomechanismus, der zur Entstehung der PVR-Membranen führt weiter zu entschlüsseln. Die Hemmung der irreversiblen Vernetzung der EZM könnte einen Therapieansatz darstellen, welcher die Entstehung einer PVR verhindern kann. Mit Unterstützung der DFG (WE 2577/2-1)




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