Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Endothelin-1 Plasmaspiegel bei Patienten mit Chorioretinopathia centralis serosa

Prünte C., Haufschild T., Flammer J.

Universitäts-Augenklinik Basl, Schweiz

Einführung: Die Pathogenese der Chorioretinitis centralis serosa (RCS) ist noch weitgehend unbekannt. Angiographische Studien lassen als pathogenetischen Faktor eine choroidale vaskuläre Dysregulation vermuten. Endothelin-1 (ET-1), ein in Endothelzellen produziertes Peptid, ist eine der potentesten aller bekannten physiologisch vasoaktiven Substanzen. Ziel dieser Studie war die Suche nach Veränderungen des ET-1 Plasmaspiegel bei RCS-Patienten, welche einige der Störungen in der choroidalen Mikrozirkulation erklären könnten.
Methode: ET-1 Plasmaspiegel wurden bei 14 Patienten 42.0±1.9 Jahre) mit akuter RCS und 14 Normalprobanden einer Vergleichsgruppe (42.2±1.8 Jahre) mittels eines spezifischen Radioimmunassays bestimmt. Sämtliche Patienten zeigten die typischen Symptome und Befunde einer akuten RCS mit angiographisch verifiziertem Quellpunkt.
Ergebnisse: Die ET-1 Plasmaspiegel waren in bei den RCS-Patienten (2.76±0.17; min: 1.94, max: 4.37) gegenüber den Normalprobanden (1.50±0.10; min: 0.68, max: 2.13) signifikant (p<0.001) erhöht.
Schlußfolgerungen: Diese Ergebnisse zeigen, dass ET-1 Plasmaspiegel bei RCS-Patienten signifikant erhöht sind. Dies könnte die bei RCS gefundenen Störungen des Blutflusses in einzelnen choroidalen Lobuli erklären, da ET-1 sowohl im arteriellen wie auch im venösen Schenkel der Mikrozirkulation die Regulation der Gefässweite massiv beeinflusst. Im weiteren unterstützen diese Ergebnisse die Hypothese, dass Dysregulationen im Bereich der choroidalen Mikrozirkulation in der Pathogenese der RCS beteiligt sind.




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