Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Strahleninduzierte Katarakt bei Astronauten und Kosmonauten

1Rastegar Z. N., 2Eckart P., 1Maier M., 1Mertz M.

1Augenklinik, Technische Universität München, München; 2Fachgebiet Raumfahrttechnik, Technische Universität München, Garching

Zielsetzung: Linsentrübungen können als Folge von ionisierender Bestrahlung auftreten. Astronauten und Kosmonauten sind im Weltraum relativ hohen Dosen verschiedener Strahlungsarten, einschliesslich hochenergetischer Teilchenstrahlung, ausgesetzt. Eine Studie zur Untersuchung der Augenlinsen von Astronauten und Kosmonauten auf strahleninduzierte Katarakt wurde durchgeführt.
Methode: Ein modifiziertes Topcon SL-45B Scheimpflug Kamerasystem kam zur Anwendung. Zum Einsatz bei Kataraktstudien ist am Strahlenbiologischen Institut der Universität München die konventionelle Kamera durch ein elektronisches Kamerasystem ersetzt und durch ein digitales Bildverarbeitungssystem ergänzt worden.
Resultate: Im Rahmen dieser Studie sind Linsen von einundzwanzig ehemaligen Astronauten und Kosmonauten untersucht worden. Die Linsentrübungen bei dieser Gruppe von Astronauten und Kosmonauten wurden mit den Werten einer Kontrollgruppe verglichen. Diese Kontrollgruppe besteht aus 395 Personen, die mit der gleichen Scheimpflug-Kamera untersucht wurden.
Zusammenfassung: Bei der Bewertung von Scheimpflug-Aufnahmen unterscheidet man fünf anatomische Linsenregionen:

  I. Vordere Kapsel
  II. Vorderer Kortex
  III. Kernregion
  IV. Hinterer Kortex
  V. Hintere Kapsel

Erste Auswertungen weisen darauf hin, dass in Region IV (hinterer Kortex) die Trübungen im Vergleich zur Kontrollgruppe leicht bis stark erhöht sind. Weitere Auswertungen und weitere Untersuchungen von Astronauten und Kosmonauten sind geplant.




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