Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Der intrakorneale Ring (ICR) bei Keratokonus

Rehfeldt K., Höh H.

Klinikum Neubrandenburg, Augenklinik

Hintergrund: Ultima ratio bei fortgeschrittenem Keratokonus mit Unmöglichkeit der Brillenkorrektur und Anpaßunfähigkeit von Kontaktlinsen ist die perforierende Keratoplastik. Mit dem ICR gelingt es vereinzelt, die Kontaktlinsenanpaßfähigkeit der Hornhaut wiederherzustellen bzw. eine Brillenkorrektur zu ermöglichen.
Patienten: Im Dezember 2000 operierten wir jeweils ein Auge von zwei Patienten (1 w, 17 J.; 1 m, 58 J.) mit fortgeschrittenem Keratokonus mit dem ICR. Bei beiden Patienten bestand seit kurzer Zeit eine Kontaktlinsenunverträglichkeit. Es stand die Keratoplastik an. Bei beiden Patienten wurde der ICR in Retrobulbäranästhesie implantiert.
Ergebnisse: Postoperativ stieg die mit Kontaktlinsen korrigierte Sehschärfe von Fingerzählen auf 0,25 bzw. von 0,05 auf 0,4 an. Bei dem Patienten konnte der Krümmungsradius der Hornhaut deutlich abgeflacht werden. Bei der jungen Patienten, welche schon präoperativ eine zentrale Hornhauttrübung bei rasch progredientem Keratokonus zeigte, kam es zu einem weiteren Aufsteilen der zentralen Hornhaut; allerdings war jetzt wieder eine Kontaktlinsenversorgung möglich.
Schlußfolgerung: Mit dem ICR konnten wir bei unseren beiden Keratokonuspatienten das Oberflächenrelief der Hornhaut dahingehend verändern, daß die Kontaktlinsenanpaßfähigkeit verbessert bzw. eine Brillenkorrektur ermöglicht wird. Die Keratoplastik konnte damit zunächst herausgezögert werden. Diese beiden Fallbeschreibungen bestätigen die Kasuistiken in der Literatur. Wie lange die Wirkung anhält, ist bislang nicht bekannt.




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