Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



Verbesserung der Transplantatprognose von Patienten mit perforierender Normalrisiko-Keratoplastik durch HLA-Matching*

1Reinhard T., 1Böhringer D., 2Enczmann J., 2Kögler G., 2Wernet P.,
1Sundmacher R.

1Augenklinik und LIONS Hornhautbank NRW, 2Institut für Transplantationsdiagnostik, Universitätsklinikum, Düsseldorf

Hintergrund: Wegen widersprüchlicher Berichte in der Literatur ist die Verwendung HLA-gematchter Transplantate für die Keratoplastik noch immer umstritten. In dieser Studie wird der Einfluß des HLA-Matching auf die langfristige Transplantatprognose in einer sehr homogenen Gruppe von 418 Normalrisiko-Keratoplastikpatienten untersucht.
Patienten und Methoden: Die Patienten wurden in 5 Matching-Gruppen (Gruppe I mit 0-2, Gruppe II mit 3, Gruppe III mit 4, Gruppe IV mit 5 und Gruppe V mit 6 Mismatches im A/B/DR-Locus) einer Keratoplastik unterzogen. Alle Operationen wurden von nur 3 erfahrenen Chirurgen nach einheitlichem Schema durchgeführt. Die HLA-Typisierungen wurde von einem qualitätskontrollierten Speziallabor vorgenommen, serologisch für HLA-Klasse- I (A und B-Locus) und molekulargenetisch für HLA-Klasse-II (DR-Locus).
Ergebnisse: Vier Jahre postoperativ lag der Anteil klarer und immunreaktionsfreier Transplantate in I bei 92%, in II bei 78%, in III bei 69%, in IV bei 79% und in V bei 73% (Kaplan-Meier-Schätzung, Log-rank-Test, p<0,05). Monovariate Analysen im Cox-Modell ergaben keinen Einfluß eines isolierten HLA-Klasse-I oder II-Matching (p>0,05) sondern nur einen Einfluß eines kombinierten HLAKlasse- I und II-Matchings auf dieses Ergebnis (p<0,05). Ein Einfluß von Patientenalter, -genus, Tripel-Operationen, vorhergehender intraokularer Eingriffe, Spenderalter, -genus, Kulturdauer oder Post mortem Zeit der Transplantate sowie der Transplantatendothelzelldichte am Ende der Kultur auf das Ergebnis konnte in monovariaten Analysen ausgeschlossen werden.
Schlußfolgerungen: In einer sehr homogenen Patientengruppe konnte gezeigt werden, daß die Verwendung präzise HLA-typisierter, HLA-Klasse-I und II-gematchter Transplantate die Prognose nach Normalrisiko-Keratoplastik statistisch signifikant verbessert, wenn höchstens 2/6 Mismatches akzeptiert werden. *Unterstützt durch Bio Implant Services, Leiden, NL

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