Einfluß der Pterygiumgröße auf Hornhauttopographie und
Visus
Riedel T., Langenbucher A., Gütay A., Seitz B.
Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen Nürnberg
Hintergrund und Ziele: Pterygien können eine Veränderung
der Hornhauttopographie mit irregulärem Astigmatismus induzieren.
Ziel dieser Studie war es, den Einfluß von Höhe und Basislänge
des Pterygiums auf Hornhautkrümmung und Visus vor Exzision zu quantifizieren.
Patienten und Methoden: Bei 52 Augen (19 Frauen und 33 Männer)
mit einem mittleren Alter von 53±14 Jahren wurde anhand von projizierten
präoperativen Diapositiven die Pterygiumgröße (Höhe
und Basislänge) quantifiziert und diese mit Visus, refraktivem, keratometrischem
und topographischem Astigmatismus sowie Surface Regularity Index (SRI)
und Surface Asymmetry Index (SAI) des TMS-1 Videokeratographen korreliert.
Ergebnisse: Die Höhe des Pterygiums betrug im Mittel 3,1±1,4
(0,8 bis 6,7) mm, die Basislänge 5,1±1,4 (2,9 bis 7,8) mm.
Eine zunehmende Pterygiumhöhe führte ab etwa 2,5 mm zu signifikant
höheren präoperativen SRI- und SAI-Werten (p</= 0,01). Der
keratometrische (p=0,02) und der topographische Astigmatismus (p=0,001)
korrelierten signifikant mit der Höhe des Pterygiums. Je größer
das Pterygium, desto höher war die Brechkraftdifferenz zwischen steilstem
und flachstem topografischem Hemimeridian in der 3- bzw. 5-mm-Zone (p</=
0,01) und die Differenz zwischen keratometrischem Astigmatismus und subjektiv
angenommenem Zylinderwert (p</= 0,01). Eine signifikante inverse Korrelation
bestand zwischen bestkorrigiertem Visus und Höhe des Pterygiums (p=0,001).
Der Einfluß der Basislänge des Pterygiums fiel deutlich geringer
aus. Der topographische Astigmatismus (3,3±2,8 D) war signifikant
größer als der keratometrische Astigmatismus (2,1±2,1
D) (p=0,001). Die Differenz der Brechkräfte zwischen steilstem und
flachstem Hemimeridian in der 3-mmund 5-mm-Zone war ebenso signifikant
(p<0,01) korreliert mit dem keratometrischen Astigmatismus.
Schlußfolgerungen: Sowohl Größe als auch Irregularität
des präoperativ induzierten Astigmatismus korrelieren signifikant
mit dem Abstand des Pterygiumkopfes vom Limbus und erklären ab einer
Höhe von 2,5 mm den Visusabfall der Patienten, bevor das Pterygium
die optische Achse erreicht.
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