Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Topographische Kartierung der Netzhautfunktion bei M. Stargardt mit einem Scanning-Laser-Ophthalmoskop-gesteuertem multifokalen Elektroretinogramm (SLO-m-ERG).

Rudolph G., Kalpadakis P., Hörmann C., Fröhlich S. J., Berninger T.

Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität, Mathildenstrasse 8, D- 80336 München

Zielsetzung: Evaluierung der retinalen Funktion bei Patienten mit Morbus Stargardt mit einem SLO gesteurten multifokalem ERG. Darstellung der Möglichkeit der simultanen Fixationskontrolle, um insbesondere bei Patienten mit Fixationsverlust und exzentrischer Fixation die gemessenen Amplitudenwerte korrespondierenden Netzhautflächen zuzuordnen.
Methoden und Probanden: Ein konfokales SLO wurde zur Stimuluserzeugung und Triggerung verwendet, um ein multifokales ERG abzuleiten. Die Untersuchung erfolgte unter Echtzeit-Fixationskontrolle bei Patienten mit Morbus Stargardt. Die Messung wurde einerseits mit gleich grossen stimulierten Flächen (Distorsion 1:1) und andrerseits unter Anwendung einer Distorsion von 1:4, dies bedeutet eine Zunahme der Grösse der stimulierten hexagonalen Elemente zur Peripherie hin, durchgeführt. Bei insgesamt 26 Patienten wurden 15 Patienten ohne Distorsion und 11 Patienten mit Distorsion (1:4) gemessen. Als Kontrolle dienten die Werte von 78 gesunden Probanden. Das Alter der Patienten und Probanden lag zwischen 20 und 50 Jahren. Zur Anwendung kam ein Stimulationsgrid mit 61 Elementen. Die erfasste retinale Fläche entsprach einem Gesichtsfeld von 24°. Zur Auswertung kamen die Mittelwerte der summierten Amplituden der konzentrischen Ringe. Verwendet wurde ein kurzer m-Sequenz Algorhythmus.
Ergebnisse: Zur Auswertung wurden die 5%, 25%, 50%, 75% und 95% Perzentile verwendet. Die Patienten mit Morbus Stargardt zeigten sowohl in der Gruppe ohne Distorsion (1:1) als auch in der Gruppe mit Distorsion (1:4) signifikant erniedrigte Amplitudenwerte gegenüber den Kontrollpersonen. Dies sowohl im zentralen Messfeld, wie auch in allen zur Peripherie hin gelegenen Flächen. Bei Verwendung kleinerer Messflächen im Zentrum (1:4) war dieser effekt stärker ausgeprägt.
Zusammenfassung: Das SLO-m-ERG eignet sich zur funktionellen Kartierung der Netzhaut. Die Grösse der funktionsgeminderten retinalen Areale zeigte sich ausgedehnter als die morphologisch sichtbaren Veränderungen in der Funduskopie. Die simultane Fixationskontrolle ermöglicht eine exzentrische Fixation zu erkennen und die Werte den tatsächlichen Netzhautarealen zuzuordnen.




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