Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Brachytherapie der chorioidalen Neovaskularisation bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) mit kleineren Bestrahlungsdosen

Šaric B., Šikic J., Katušic D., Vukojevic N.

Univ.-Augenklinik, Kišpaticeva 12, HR 10000 Zagreb, Kroatien

Einleitung: Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) stellt eine führende Ursache der Blindheit im Abendland vor. Dieser pathologische Prozess ist mit der Entwicklung der chorioidalen neovaskularen Membrane (CNVM) verbunden. Die Forscher versuchen neue Möglichkeiten um die chorioidale Neovaskularisation zu behandeln. Unsere Erfahrungen mit der Implant-Brachytherapie veranlassteten uns zur Erwartung, dass relativ niedrige Dosen der ionisierenden Strahlen die Proliferation der Endothelzellen der neuentstandenen subretinalen Kapillaren prävenieren und eine Obliteration der aberranten Blutgefässe verursachen könnten.
Methoden: 58 Patenten mit einer subretinalen CNVM wurden zur Brachytherapie, weil sie nach den Macular Photocoagulation Study - Kriterien für diese Behandlung nicht geeignet waren, eingewiesen. Kontrollgruppe war 27 Patienten welche die Laser - und Bestrahlungstherapie ablehnten. Einschlusskriterien: alle AMD - Läsionen die eine CNVM hatten, die durch eine Fluoreszenzangiographie als "klassische" oder "okkulte" CNVM bewiesen wurden und bei welchen eine bestkorrigierte Sehschärfe von 0,05 oder noch besser, war. Der ophthalmologische Ruthenium 106 - Applikator, Modell CCB (Bebig/Berlin-Germany) wurde benutzt. Die Patienten wurden mit der Maximaldosis von 24-26 Gy (Mittelwert 25 Gy), im Zeitverlauf von 22-48 Stunden (durchschnittlich, 36 Stunden), bestrahlt.
Ergebnisse: Nach der Folgezeit von 12 Monate wurden die Exsudativen Makulaläsionen als verbesserte, stabile und progressive bezeichnet. Die verbesserten Läsionen wurden als Befunde mit Komponenten (Blutung, Exsudat, Flüssigkeit) die sich vermindert oder zurückgezogen haben, definiert. Bei klassischen CNVM bemerkte man verminderte Blutströmung ; eine schwächere Fluoreszenz wurde, durch eine Fluoreszenzangiographie, bei okkulter CNVM, festgestellt. Stabile Läsionen waren relativ unverändert, mit einer minimalen Regression der Komponenten. Progressive Läsionen zeigten sich als vergrössert, oder mit noch mehr Komponenten. Insgesamt 54,8% von Läsionen wurden stabil oder gebessert. Diegleiche Sehschärfe, oder für eine Sehzeichenreihe gebessert, oder mehr, hatten 34 Augen (58,62%).
Diskussion: Die Studie hat es klar gezeigt, dass man die Brachytherapie als mögliche Behandlung der CNVM bei AMD gebrauchen kann. Das ist eine Behandlung die grösseren Dosen an die Makula, mit einer kleineren Bestrahlung der normalen Augenstrukturen, im Vergleich mit externer Strahlentherapie, zulässt. Zum Unterschied von der Laserbehandlung kann man die Brachytherapie auch bei okkulten und klassischen CNVM nutzen und bei den Patienten kommt kein plötzlicher, irreversibler Sehverlust und eine Skotomerscheinung.




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