Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Topische Anästhesie versus Parabulbäranästhesie bei Routine Kataraktoperationen

Sauder G., Jonas J. B.

Universitätsaugenklinik, Fakultät für klinische Medizin Mannheim, Ruprecht- Karls-Universität Heidelberg

Einleitung: Ziel der Studie war, Effizienz, Sicherheit und klinisches Ergebnis von Tropfanästhesie im Vergleich zur Parabulbäranästhesie bei geplanten Katarakteingriffen zu untersuchen.
Patienten und Methode: Die prospektive, randomisierte, klinische, interventionelle Studie umfaßte 140 Patienten, bei denen konsekutiv eine Kataraktoperation durchgeführt wurde. Es erfolgte eine randomisierte Aufteilung der Patienten in eine Tropfanästhesiegruppe (Oxybuprocain 0,4% AT 5 mal über 10 Minuten) und eine Parabulbäranästhesiegruppe (8 ml Mepivacain 2% parabulbär). Die Kataraktoperationen wurden von zwei erfahrenen Chirurgen bei transkornealem Vorderkammerzugang mit Phakoemulsifikation und Implantation einer faltbaren hydrophoben Acryllinse durchgeführt. Unmittelbar postoperativ wurde das subjektive Schmerzempfinden der Patienten anhand einer Analogskala mit 10 Punkten erhoben.
Ergebnis: Zwischen den beiden Studiengruppen zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich Schmerzempfinden (p=0,54), Dauer der Operation (p=0,52), intraoperativen Komplikationen (p=0,17), postoperativem Visus (p=0,94), Anstieg von systolischem und diastolischem Blutdruck (p=0,16), und Sauerstoffsättigung (p=0,74). Fünf von 69 (82,1%) Patienten aus der Parabulbärgruppe erhielten intraoperativ zusätzlich eine Tropfanästhesie, wohingegen kein Patient aus der Tropfanästhesiegruppe zusätzliche subkonjunktivale oder parabulbäre Anästhesie benötigte. Hyposphagmata und periorbitale Hämatome wurden nur in der Studiengruppe mit Parabulbäranästhesie gesehen.
Schlußfolgerung: Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied hinsichtlich subjektivem Schmerzempfinden und perioperativen chirurgischen Komplikationen in der Tropfanästhesiegruppe im Vergleich zur Parabulbärgruppe. Anästhesiebedingte Komplikationen gab es signifikant öfter in der Parabulbärgruppe. Aufgrund der geringeren Invasivität und Komplikationsrate stellt die Tropfanästhesie eine Alternative zur Parabulbäranästhesie dar.




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