Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Auswirkungen von Perfluorhexyloktan in der Vorderkammer

Schäfer H. G., Gümbel H. O. C.

Bundeswehrkrankenhaus, Abteilung Augenheilkunde, Oberer Eselsberg 40, D-89081 Ulm

Untersuchungsziel: Darstellung möglicher Auswirkungen des Übertritts von Perfluorhexyloktan in die Vorderkammer anhand einer Kasuistik.
Methoden: Perfluorhexyloktan wurde mittels Irrigation und Aspiration aus der Vorderkammer und durch eine Re-Pars-plana-Vitrektomie aus dem Glaskörperraum operativ entfernt. Davor und danach wurde eine augenärztliche Untersuchung einschließlich Visusbestimmung, Augeninnendruckmessung sowie Vorder- und Hinterabschnittsuntersuchung mit Photodokumentation durchgeführt.
Ergebnisse: Praeoperativ war der Glaskörperraum subtotal, die Vorderkammer etwas mehr als zur Hälfte mit Perfluorhexyloktan gefüllt, welches in der Vorderkammer multiple Blasen gebildet hatte. Trotz im übrigen bis auf eine Katarakt regulärem Vorderabschnittsbefund betrug die Tensio 32 mmHg. Postoperativ war die Tensio auf 5 mmHg vermindert. Bei klarer Hornhaut betrug der Visus aufgrund eines Makulaforamens unverändert 0,2. Einige Tage postoperativ zeigte sich erneut ein deutlicher Spiegel von Perfluorhexyloktan.
Schlußfolgerung: Perfluorhexyloktan kann auch bei intakten vorderen Augenabschnitten in die Vorderkammer übertreten. Aufgrund seiner Neigung zur Dispersion kann ein Sekundärglaukom die Folge sein. Verbleibt Perfluorhexyloktan nur über wenige Wochen in der Vorderkammer, müssen toxische Effekte nicht auftreten. Das erneute Auftreten eines Spiegels von Perfluorhexyloktan innerhalb weniger Tage nach operativer Entfernung mag auf die erhöhte Lipophilie im Vergleich zu anderen perfluorierten, schweren Kohlenwasserstoffen zurückzuführen sein.




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