Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Grußwort
   Invitation
Themen
   Topics
Allgemeiner Ablauf
   General overview
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Abstract Übersicht
   Abstracts overview
Kurse
   Courses
Symposien
   Symposiums
Frühstück mit Spezialisten
   Breakfast with specialists
Arzthelferinnen-Fortbildung
Rahmenprogramm
   Social program
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



Endophthalmitis: Visusergebnis in Abhängigkeit von Therapie und Ätiologie

Schebitz K., Mino de Kaspar H., Grasbon T., Schaumberger M., Kampik A.

Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Mathildenstr. 8, 80336 München

Hintergrund: Endophthalmitiden gehören nach wie vor zu den kompliziertesten okulären Krankheitsbildern. Um eine effektive Therapie durchführen zu können, ist eine schnelle und zuverlässige mikrobiologische Untersuchung unabdingbar.
Methode: Retrospektiv untersuchten wir von 1990-1997 120 Endophthalmitisfälle auf das Visusergebnis in Abhängigkeit von der angewandten Therapie und der Ätiologie (nosokomial: n=79, posttraumatisch: n=20, endogen: n=21). Folgende Therapiealternativen setzten wir ein: 1.) sofortige pars plana-Vitrektomie (ppV) mit intraokularer und systemischer Antibiose (n=73), 2.) spätere ppV (bis 8 Tage nach Diagnosestellung) mit systemischer und teilweise intraokularer Antibiose (n=11), 3.) systemische Antibiose allein ohne ppV (n=24). Eine mikrobiologische Analyse mit Mikroskopie und direkter Resistenzbestimmung führten wir am intraoperativ gewonnenen Material durch. Die Visusentwicklung vom Zeitpunkt der Diagnosestellung bis 4-6 Wochen danach wurde zwischen den drei Therapiegruppen verglichen.
Ergebnisse: In der 1. Therapiegruppe verbesserte sich der Visus im Vergleich um durchschnittlich 3 Visusstufen (Median/Interquartilbereich: 3/9,5), in der 2. und 3. Gruppe veränderte sich der Visus im Durchschnitt nicht (Gruppe 2: 0/7,0; Gruppe 3: 0/6,0). 4-6 Wochen nach Therapiebeginn betrug der Median des Visus 0,05 (Bereich: Lux-0,8) bei nosokomialer, 0,1 (Lux-0,5) bei posttraumatischer und 0,03 (Hbw-0,6) bei endogener Endophthalmitis. Nach endogener Endophthalmitis wurden 4 Augen, nach nosokomialer 5 und nach posttraumatischer 3 enukleiert.
Schlußfolgerung: Die schnelle chirurgische Intervention mit dem Vorteil einer frühen mikrobiologischen Diagnostik hat einen positiven Einfluss auf die Visusprognose. In unserer Studie war das Visusergebnis nach posttraumatischer Endophthalmitis am günstigsten und nach endogener Endophthalmitis am ungünstigsten. Die Enukleationsrate lag nach postoperativer Endophthalmitis am niedrigsten.




DOG HomepageZurück / Back