Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Impressum



Messungen der retinalen Nervenfaserschichtdicke bei Glaukom und Normalaugen mittels hornhautkorrigierter Ellipsometrie

1Schmidt E., 1Scheuerle A. F., 2Gölz S., 2Bille J., 1Burk R. O. W.

1Universitätsaugenklinik Heidelberg, INF 400, D-69120 Heidelberg, 2Institut für Angewandte Physik der Universität Heidelberg

Einleitung: Wir untersuchten, ob sich mit einem neu entwickelten Ellipsometer über Messung der Phasenverschiebung signifikante Unterschiede des RNFLTProfils der Netzhaut bei Gesunden und bei Glaukom nachweisen lassen. Störende doppelbrechende Einflüsse der Hornhaut wurden dabei mit Hilfe des Müller-Formalismus effektiv korrigiert.
Probanden und Methoden: Wir untersuchten zwei Gruppen: 1) insgesamt 14 gesunde Augen von 14 Probanden sowie 2) 12 glaukomatöse Augen von 10 Patienten. Die Gruppeneinteilung erfolgte über eindeutige Gesichtsfeldbefunde und Tensiowerte. Wir bestimmten den Verlauf sowie die mittlere RNFLT entlang eines 360°-Kreises ( 0° temp., 90° sup., usw) mit 1,45-fachem Papillendurchmesser um die Papille. Der Konturlinienverlauf wurde in die 9 Parameter a) Höhe und Position der Maxima, b) Höhe und Position der Minima und c) max. Konturhöhenamplitude unterteilt und getrennt ausgewertet.
Ergebnisse: Probandengruppe: Die mittlere RNFLT auf o.g. Kreis betrug 89±12 µm, die Höhe der Maxima war 160±20 µm bei 84±20° (sup) bzw. 170±20 µm bei 278±26° (inf). Bei den Minima betrug entsprechend die Höhe 40±10 µm bei 0±13° (nasal) sowie 25±5 µm bei 195±16° (temp.). Die gemittelte max. Konturhöhenamplitude ergab sich zu 145±20 µm. Glaukomgruppe: Die mittlere RNFLT ergab 72±12 µm, die Höhe der Maxima war 125±30 µm bei 87±26° (sup) bzw. 120±35 µm bei 278±15° (inf). Bei den Minima betrug die Höhe 35±10 µm bei 357±21° (nasal) sowie 30±5 µm bei 199±25° (temp.). Die gemittelte max. Konturhöhenamplitude war 100±30 µm. Damit ergaben sich für folgende Parameter signifikante Unterschiede (p<0,05): a) mittlere RNFLT, b) Höhe der Maxima (sup. und inf.) sowie c) max Konturhöhenamplitude.
Diskussion: Für vier Parameter ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen der Probanden- und der Glaukomgruppe. Zur Anwendung im klinischen Alltag müsste das Ellipsometer allerdings handlicher und die momentan noch sehr umständliche manuelle Auswertung der Daten automatisiert und vereinfacht werden.




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