Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Einfluss von Timolol und Dorzolamid auf die Perfusion der A. ophthalmica bei Hochdruckglaukom

Schmidt K.-G., Klingmüller V., v. Rückmann A., Pillunat L. E.

Augenklinik, Universität Oxford, Walton Street, Oxford, OX2 6AW, UK.

Einleitung: Die Bedeutung der okulären Hämodynamik für die Prognose des primären Offenwinkelglaukoms mit statistisch erhöhtem intraokulären Druck (IOD, HDG) wird zunehmend erkannt. Ziel dieser Studie war es, die Haemodynamik der A. opthalmica bei Patienten mit HDG nach Gabe topischer Antiglaukomatosa zu untersuchen.
Methoden: Bei 14 Patienten mit HDG ohne klinisch relevante extrakranielle Stenose (< 50%, Dopplersonographie) wurde die A. opthalmica (9 MHz Linear & Phased Array Scanner, Triplex-Mode), der IOD, und die systemischen Perfusionsparameter vor, 4 Wochen nach Gabe von Timolol (0,5%) und weitere 4 Wochen nach Gabe von Timolol und Dorzolamid untersucht.
Ergebnisse: (Mittelwerte ± SD): Timolol reduzierte den IOD (mmHg) in den behandelten Augen (25,2 ± 1,5 / 19,8 ± 1,8; -21,4%) signifikant (sig., p< 0,0001), Dorzolamid reduzierte den IOD in der Kombinationstherapie (16,9 ± 1,9; -14,7%) ebenfalls sig. (p< 0,0005). Bei den Perfusionsparametern der A. opthalmica (systolische Spitzengeschwindigkeit, SSG, cm/s; enddiastolische Geschwindigkeit, EDG, cm/s; Widerstands-, RI, und Pulsatilitätsindices, PI) ergab sich für Timolol im Vergleich zu den Daten vor Behandlung (SSG: 30,8 ± 2,3; EDG: 6,4 ± 1,4; RI: 0,79 ± 0,04; PI: 1,21 ± 0,18) keine sig. (p> 0,5) Änderung während Dorzolamid zu einem sig. Anstieg der SSG (32,9 ± 2,9; p< 0,03) der EDG (10,8 ± 2,1 cm/s; p< 0,0001) sowie einer sig. Abnahme des RI (0,69 ± 0,05; p< 0,0001) und des PI (0,97 ± 0,23; p< 0,003) führte. Bei den systemischen Perfusionsparametern ergab sich keine sig. (p> 0,05) Änderung.
Schlußfolgerung: Timolol und Dorzolamid reduzierten den IOD um > 35%. Dorzolamid führte darüber hinaus zu einer Verbesserung der Perfusion der A. opthalmica. Dies könnte das Fortschreiten dieses multifaktoriellen Erkrankungskomplexes günstig beeinflussen.




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