Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Immunhistologische und ultrastrukturelle Befunde chirurgisch exzidierter chorioidaler Neovaskularisationsmembranen nach Photodynamischer Therapie mit Verteporfin

Schnurrbusch U. E. K., 1Welt C., 2Horn L.-C., Wiedemann P., Wolf S.

Klinik u. Poliklinik für Augenheilkunde, Liebigstr. 10-14, 04103 Leipzig, 1Inst. für Anatomie, Liebigstraße 13, 2Inst. für Pathologie, Liebigstr. 26

Hintergrund: Untersucht wurden die morphologischen Veränderungen chorioidaler Neovaskularisationsmembranen (CNV) nach Durchführung einer Photodynamischen Therapie (PDT) mit Verteporfin.
Methoden: Bei drei Patienten mit exsudativer AMD und einem Patienten mit CNV bei hoher Myopie wurde das Rezidiv der CNV nach PDT chirurgisch entfernt. Diese Membranen wurden lichtmikroskopisch und eletronenmikroskopisch untersucht. Für die Lichtmikroskopie wurde das Material nach Paraffineinbettung Hämatoxylin und mittels PAS-Reaktion gefärbt. Immunhistolgische Färbungen mit Ki 67 sowie Kollagenfärbungen wurden angefertigt. Die Proben für die Elektronenmikroskopie wurden nach Glutaraldehydfixierung in Epoxidharz eingebettet und die Ultradünnschnitte mit Uranylacetat und Bleicitrat kontrastiert.
Ergebnisse: Lichtmikroskopisch fanden sich fibrovaskulär verdickte Membranen mit Resten von Pigmentepithelzellen an der verdickten äußeren Schicht der Bruch`schen Membran. Immunhistologisch war der Nachweis von Kollagen Typ III und Typ IV sowie Ki 67 positiver Areale möglich. Elektronenmikroskopisch zeigten sich durch thrombotisches Material verschlossene Gefäße, die z.T. eine ultrastrukturelle Zerstörung des Endothels aufwiesen. Regressive Veränderungen mit starker Vakuolisierung der Endothelzellen und Kontinuitätsunterbrechungen der Gefäße im Rahmen einer Disintegration des Endothels waren ebenso wie Extravasion von Erythrozyten zu finden. Weiterhin waren auch Gefäße mit unreifen Endothelien, die intakte Erythrozyten enthielten, nachweisbar.
Zusammenfassung: Ein Verschluß der Neovaskularisationen nach PDT ist auch morphologisch gut nachweisbar. Die Rezidivpathogenese, insbesondere die Frage Gefässneuaussprossungen und/oder Rekanalisation bleibt jedoch noch Spekulationen vorbehalten.




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