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Subretinale Transplantation von genetisch modifizierten IPE Zellen hemmt
laserinduzierte choroidale Neovaskularisation in der Ratte
1Schraermeyer U., 1Semkova I., 1Siodlaczek J., 1Janicki H., 2Kochanek
S., 1Kirchhof B.
1Universitäts-Augenklinik Köln, 2Zentrum für Molekulare
Medizin-Uni Köln
Hintergrund: Neubildung von chorioidalen Endothelzellen soll durch
Transplantation genetisch modifizierter Irispigmentzellen inhibiert werden.
Methoden: IPE Zellen wurden mit dem adenoviralen Vektor großer
DNA Kapazität HC-Ad-PEDF transduziert. Die genetisch modifizierten
IPE Zellen wurden in den subretinalen Raum von Long Evans Ratten transplantiert.
Nach einer Woche erhielten die Ratten 3-4 Laserverbrennungen angrenzend
an die transplantierten Zellen. Eine Kontrollgruppe erhielt nur Laserverbrennungen
ohne genetische Modifikation durch Zelltransplantation. Zehn Tage später
wurden die Ratten narkotisiert und mit 5mg/ml FITC-Dextran perfundiert.
Quadranten der Augen, bestehend aus Pigmentepithel, Chorioidea und Sklera,
die Lasernarben enthielten, wurden mit Antikörpern gegen PEDF und
gegen CD 31 inkubiert. Durch diese Doppelmarkierung konnten sowohl die
Endothelzellen als auch die Expression von PEDF durch die transplantierten
IPE Zellen sichtbar gemacht werden.
Ergebnisse: In der behandelten Gruppe war in 72 % der Lasernarben
kein Austritt von FITC-Dextran zu beobachten, wenn PEDF exprimierende
IPE Zellen im Abstand von 100 µm oder weniger von der Narbe anwesend
waren. In diesen Narben waren stets endothelzellfreie Areale vorhanden.
Die Expression von PEDF durch die transplantierten IPE Zellen wurde mit
Antikörpern nachgewiesen. In der Kontrollgruppe (nur Laserverbrennung)
war in 10 % der Lasernarben keine Neovaskularisation vorhanden, während
in den übrigen 90 % Dextran-FITC in und um den Narbenbereich ausgetreten
war. In den letzteren Narben waren abgeflachte CD 31 positive Endothelzellen,
die den Narbenbereich vollständig ausfüllten, vorhanden.
Schlußfolgerung: Damit wurde mit einer funktionellen (Dextran-Leakage)
und einer immunologischen Methode (direkter Nachweis der neugebildeten
Endothelzellen mit Antikörpern) die Neovaskularisation im gleichen
Auge nachgewiesen. Chorioidale Neovaskularisation kann durch Transplantation
von IPE Zellen, die das antiangiogenetische Protein PEDF überexprimieren,
inhibiert werden.
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