Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Manifestation der chronischen Graft-versus-Host-Disease (GvHD) am Auge - Falldemonstrationen

Schreiber J., Petersen H.

Universitäts- Augenklinik der TU Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden

Die Zahl allogener Knochenmarkstransplantationen (AKMT) in der Therapie maligner Erkrankungen steigt. Gewebe- und Organveränderungen im Rahmen von Abstoßungsreaktionen des Transplantates gegen den Wirtsorganismus werden zum Problem nachbehandelnder Ärzte.
Patienten: Berichtet wird über vier Problemfälle mit ausgeprägter Augensymptomatik im Rahmen einer chronischen GvHD. Hornhautulcera traten 18 bis 48 Monate nach AKMT auf.
Ergebnisse: Der Nachbeobachtungszeitraum liegt zwischen 14 Monaten und acht Jahren. In drei Fällen war eine perforierende Keratoplastik a chaud nötig, bei zwei Patienten eine Rekeratoplastik. Unter zusätzlicher Cyclosporin- Lokaltherapie sind die Befunde in zwei Fällen ein -bzw. zwei Jahre nach der Operation stabil, während beim dritten Patienten wiederholt Amniondeckungen erfolgten. Beim vierten Patienten besteht seit ca. 21 Monaten eine partielle Bindehautdeckung am rechten Auge mit Visuserholung, am linken Auge eine totale Bindehautdeckung.
Schlußfolgerungen: In der Literatur wird von akuten bzw. chronischen GvHDs nach AKMT in 20 % bzw. 50 % der Fälle berichtet. Da im Mittelpunkt der ophthalmologischen Veränderungen die Siccasymptomatik steht, ist die prophylaktische Tränenersatztherapie auch bei Beschwerdefreiheit nötig. Die lokale Cyclosporinapplikation scheint sich auf die Überlebensprognose notwendiger Hornhauttransplantate günstig auszuwirken.




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