Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Detergentienwirkung des Lipofuszin-Fluorophor A2-E auf verschiedene Membranen des retinalen Pigmentepithels

1Schütt F., 2Bergmann M., 2Kopitz J., 1Holz F. G.

1Universitäts-Augenklinik, INF 400 und 2Institut für Pathochemie, INF 220/221, D-69120 Heidelberg

Hintergrund: Zahlreiche Formen der Makuladegeneration gehen mit einer exzessiven Akkumulation von Lipofuszin im retinalen Pigmentepithel (RPE) einher. A2-E, ein Fluorophor von Lipofuszin, hemmt den lysosomalen Stoffwechsel und wirkt toxisch bzw. phototoxisch. Die zugrundeliegende Struktur des A2-E läßt ebenfalls eine Detergentien-Wirkung auf Membranen des RPE vermuten. Mit Hilfe von Latenzmessungen wurde die für eine Membranschädigung benötigten A2-E-Konzentrationen bestimmt.
Methoden: Humane RPE-Zellen der Zellkultur wurden mittels Stickstoffkavitation aufgeschlossen und der postnukleäre Überstand mittels Ultrazentrifugation fraktioniert. An isolierten Lysosomen, Mitochondrien, Golgi/ Endoplasmatisches Retikulum (ER) und Plasmamembranen wurde die Detergentienwirkung des A2-E anhand von Latenzmessungen ermittelt.
Ergebnisse: Folgende A2-E Konzentrationen wurden für die Membrandesintegration ermittelt: Mitochondrien 1-2 µM, Lysosomen 2 µM, Golgi/ER 10 µM und Plasmamembranen ab 100 µM.
Schlußfolgerung: Die verschiedenen Membranen der RPE-Zelle weisen eine unterschiedliche Empfindlichkeit bezüglich der Detergentienwirkung von A2-E auf. Nach initialer Speicherung von A2-E in den Lysosomen werden nach Erreichen der kritischen Konzentration durch Ruptur lysosomale Hydrolasen freigesetzt, die eine direkte toxische Wirkung entfalten und Apoptose auslösen können. Freigesetztes A2-E erreicht auf diesem Wege mitochondriale Membranen und führt sekundär zu deren Schädigung. Herabgesetzte ATP-Produktion und mitochondrial ausgelöste Apoptose wären die Folge. Ruptur von Membranen des Golgi/ER und Plasmamembranen sind aufgrund der benötigten hohen A2-E Konzentrationen unwahrscheinlich. Mit Unterstützung der DFG (Ho 1926/2-1), DFG-Schwerpunktprogramm AMD (SPP 1088), Forschungsförderng Baden-Württemberg 500/2000




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