Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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10 Jahre Diodenlaserkoagulation der Retinopathia praematurorum Stadium 3+ und 4+

Seiberth V., Woldt C.

Klinik für Augenheilkunde, Marienhospital Osnabrück, D-49074 Osnabrück

Einleitung: Im vergangenen Jahrzehnt hat die Laserkoagulation in der Therapie der akuten Retinopathia praematurorum (RPM) den ehemaligen Therapiestandard Kryokoagulation abgelöst. Wir berichten über unsere 10jährige Erfahrung mit der Diodenlaserkoagulation in den Stadien 3+ und 4+ der akuten RPM (Internationale Klassifikation 1984).
Patienten: 172 Augen von 88 aufeinanderfolgenden Frühgeborenen (Gestationsalter 24 - 31 Wochen, Mittelwert ± SD 26,4 ± 1,7; Geburtsgewicht 430 - 1400 g, 842 ± 207) mit RPM Stadium 3+ (164 Augen) oder Stadium 4+ (8 Augen) wurden zwischen 1992 und 2001 mit dem Diodenlaser (Wellenlänge 810 nm) transpupillär (142 Augen) oder transskleral (30 Augen) therapiert. In 7 Augen (4,1 %) erfolgte zusätzlich eine Amotio-Operation mit Cerclage. Die Nachuntersuchungsdauer betrug 2 - 74 Monate.
Ergebnisse: In 158 (91,9 %) von 172 Augen war die Netzhaut nach Lasertherapie und eventuell Amotio-Operation anliegend und nicht oder nur gering verzogen. Von den 164 im Stadium 3+ therapierten Augen endeten 152 (92,7 %) mit anliegender Netzhaut, 6 im Stadium 4 und 6 im Stadium 5. Von den 8 im Stadium 4+ therapierten Augen endeten 6 mit anliegender Netzhaut, 2 im Stadium 4 und keines im Stadium 5. Als koagulationsbedingte Nebenwirkungen kamen kleinere retinale/praeretinale Blutungen im Bereich der Proliferationsleiste bei 48 Augen (27,9 %) vor. Eine postoperative Vorderkammerblutung wurde in zwei Augen (1,2 %) mit Tunica vasculosa lentis beobachtet. Weder vorübergehende noch dauerhafte Linsentrübungen oder bleibende Schädigungen des vorderen Augenabschnittes traten auf
Schlußfolgerung: Die Diodenlaserkoagulation ist eine sehr effektive Methode zur Behandlung des Stadiums 3+ der RPM. Im Stadium 4+ ist die Erfolgsrate niedriger. Dauerhafte oder schwerwiegende koagulationsbedingte Nebenwirkungen traten nicht auf.




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